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Merkel kann sich freuen: In der Bevölkerung ist sie so beliebt wie seit 2015 nicht mehr. 

ARD-Deutschlandtrend

Merkel so beliebt wie vor der Flüchtlingskrise, Schulz verliert

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Während Angela Merkel so beliebt ist wie seit langem nicht mehr, verliert SPD-Herausforderer Martin Schulz deutlich an Zustimmung. Die FDP erlebt einen Aufschwung. 

Berlin - Angela Merkel ist wieder so beliebt wie vor der Flüchtlingskrise im August 2015. Das ergaben die neuesten Ergebnisse des Deutschlandtrends, die von Infratest dimap im Auftrag der ARD durchgeführt werden. 

Schulz erhält seinen bisher schlechtesten Wert

Demnach sind 64 Prozent der Befragten zufrieden mit der Arbeit von Angela Merkel. Die amtierende Bundeskanzlerin kann damit ein Plus von einem Prozent gegenüber dem Vormonat verbuchen. SPD-Herausforderer Martin Schulz dürfte dagegen weniger erfreut über das Ergebnis sein: Bei der Umfrage erhielt er lediglich 36 Prozent Zustimmung und verlor damit im Vergleich zum Vormonat ganze sechs Punkte. Für den SPD-Vorsitzenden ist das der niedrigste Wert, der bisher für ihn im ARD-Deutschlandtrend gemessen wurde.

Bei einer Direktwahl des Bundeskanzlers, würden sich der Umfrage zufolge, 53 Prozent für die amtierende Bundeskanzlerin Angela Merkel entscheiden. Nur 29 Prozent würden den SPD-Vorsitzenden Martin Schulz wählen. 

Union aktuell stärkste Kraft, SPD verliert

Parallel dazu, kann sich auch die Union weiter von der SPD absetzen. Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, läge die Union mit 38 Prozent, ganze 14 Punkte vor der SPD. Die verliert im Vergleich zum Vormonat drei Punkte und kommt damit auf einen Wert von 24 Prozent. 

Die FDP erlebt dagegen gerade einen Höhenflug: Erstmals seit März 2010 können die Liberalen mit 10 Prozentpunkten wieder ein zweistelliges Ergebnis verbuchen. Die AfD liegt nur einen Prozent dahinter. Die Linke erhält aktuell acht Prozent, die Grünen liegen bei sieben Prozent.

Für die Sonntagsfrage wurden 1503 Wahlberechtigte Deutsche befragt. Die Fehlertoleranz liegt zwischen 1,4 und 3,1 Prozentpunkten. 

CDU-Generalsekretär warnt eigene Partei vor Übermut

CDU-Generalsekretär Peter Tauber warnt seine Partei jedoch, angesichts der guten Umfragewerte, in Übermut zu verfallen. Gegenüber der Saarbrückener Zeitung sagte er: Wir dürfen nicht abheben.“ Die Bundestagswahl sei noch nicht gelaufen. 

Ziel sei es, bei der Wahl am 24. September vor der SPD zu liegen, weil nur so Rot-Rot-Grün verhindert werden könnte. Auf den drei gewonnen Landtagswahlen im Saarland, in Schleswig-Holstein und in Nordrhein-Westfalen dürfe sich die Union nicht ausruhen, mahnte Tauber. 

Die Bundestagswahl findet am 24. September statt. Wer neben Schulz und Merkel noch bei der Wahl antritt, erfahren sie hier.

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