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Was hat wer zu wem gesagt? Donald Trump und Angela Merkel beim 20-Gipfel in Hamburg.

Geleakte Telefonate

Trump plaudert aus, was Merkel angeblich wirklich über ihre Flüchtlingspolitik denkt

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Für ihre Flüchtlingspolitik wird die Kanzlerin von vielen kritisiert, von manchen gelobt. US-Präsident Donald Trump behauptet nun, er wisse, was Merkel selbst inzwischen darüber denkt.

Wieder mal gibt es pikante Details aus dem Weißen Haus: Die Washington Post veröffentlichte Mitschriebe von Telefonaten, die Trump mit anderen Staatschefs führte. 

Ein Telefonat mit Angela Merkel ist bei den geleakten Protokollen zwar nicht dabei. Dennoch: Der US-Präsident verriet etwas über die deutsche Kanzlerin - und zwar am 28. Januar beim Telefonat mit dem australischen Premierminister Malcolm Turnbull. Mit diesem sprach er über die restriktive australische Einwanderungspolitik. 

Trump lobte seinen australischen Kollegen dafür. „Sie wollen eben nicht ihr Land zerstören“, so Trump zu Turnbull. „Schauen Sie, was in Deutschland passiert ist (...). Diese Leute sind verrückt, dass sie das geschehen lassen.“ Trump spielt natürlich auf die Flüchtlingskrise im Sommer 2015 an, als über eine Million Asylbewerber nach Deutschland kamen.

„Sie wünschte, sie hätte es nicht getan“

Dann sagt Trump, was Merkel angeblich heute über ihre damalige Entscheidung, die Flüchtlinge ins Land zu lassen, denkt: „Ich habe heute mit Merkel gesprochen, und glauben Sie mir, sie wünschte, sie hätte es nicht getan. Deutschland befindet sich im Chaos, weil das passiert ist.“

Ob Merkel das tatsächlich zu Trump gesagt hat, ist fraglich. Der Präsident hat schon des Öfteren unter Beweis gestellt, dass er es mit der Wahrheit nicht ganz genau nimmt. Laut den geleakten Mitschrieben sagte er zum Beispiel zum mexikanischen Staatschef Enrique Pena Nieto, die Mauer zu Mexiko - eines seiner wichtigsten Wahlversprechen -  sei „das am wenigsten wichtige Ding überhaupt“. „Das dürfen Sie aber nicht den Medien sagen“, bat Trump.

Ein Skandal jagt den nächsten

Die Skandale um Donald Trump reißen nicht ab, vor allem in der Russland-Affäre gerät er zunehmend unter Druck. Sonderermittler Mueller will jetzt eine Grand Jury einsetzen, um die Rolle des Präsidenten bei der Einmischung Russlands im US-Wahlkampf intensiver zu untersuchen. Immer wieder tritt der Multimillionär auch ins Fettnäpfchen - zum Beispiel, als er die Figur der Ehefrau des französischen Staatschefs Macron kommentierte oder mit einem Tweet das Pentagon in Angst und Schrecken versetzte. 

Sein mitunter merkwürdiges Verhalten hat der Präsident kürzlich in einem Interview selbst erklärt - unter anderem rechtfertigte er sich dafür, dass er bei einem Auftritt einfach Merkels Hand nicht schütteln wollte.

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