+
Angela Merkel.

Davidstern-Fahne verbrannt

Merkel-Sprecher verurteilt Juden-Hass: „Man muss sich schämen“

Die Bundesregierung hat das Verbrennen israelischer Flaggen bei Anti-Israel-Protesten am Wochenende in Berlin scharf verurteilt.

„Man muss sich schämen, wenn auf den Straßen deutscher Städte so offen Judenhass zur Schau gestellt wird“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Die Beleidigungen gegen Israel und Juden insgesamt bei den Kundgebungen in den vergangenen Tagen seien „schändlich“. Die Meinungs- und Demonstrationsfreiheit in Deutschland gewähre zwar jedem das Recht zu friedlichen Protesten. „Diese Freiheit ist allerdings kein Freibrief für antisemitische Entgleisungen, für Hetze und für Gewalt.“

Bei einer pro-palästinensischen Demonstration, die sich gegen die von US-Präsident Donald Trump verkündete Anerkennung Jerusalems als alleinige Hauptstadt Israels richtete, waren am Freitag am Brandenburger Tor israelische Flaggen verbrannt worden. Zehn Menschen wurden festgenommen, zudem Ermittlungen wegen der Verletzung von Hoheitszeichen ausländischer Staaten eingeleitet.

Verbrannte Fahne bei Protestmarsch

Am Sonntagabend war am Rande eines Protestzuges von Berlin-Neukölln nach Kreuzberg, an dem rund 2500 Demonstranten teilnahmen, erneut eine israelische Flagge in Flammen aufgegangen.

„Deutschland ist dem Staat Israel und allen Menschen jüdischen Glaubens in besonderer Weise eng verbunden“, betonte Seibert. „Wir haben hier in Deutschland aus vielen Gründen eine ganz besondere Verpflichtung, jeder Spur von Antisemitismus entgegenzutreten.“

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Aufstand nach „Hart aber fair“: „Wahnsinnige Hysterie“
Bei „Hart aber fair“ ging es am Montag um Grenzwerte, Dieselfahrverbote und Nachrüstungsmöglichkeiten. Lungenfacharzt Dieter Köhler erklärte dabei, warum er die …
Aufstand nach „Hart aber fair“: „Wahnsinnige Hysterie“
Merkel zeigt Verständnis für Frust vieler Ostdeutscher
In Ostdeutschland schlägt Angela Merkel häufig besonders stark die Wut vieler Bürger entgegen. Sie zeigt aber Verständnis für deren Unzufriedenheit.
Merkel zeigt Verständnis für Frust vieler Ostdeutscher
Wilder Brexit? EU-Kommission stellt erste Notfall-Regelungen vor
Eine Lösung beim Brexit scheint derzeit nicht in Sicht. Die EU-Kommission hat nun erste Notfall-Regelungen für einen No-Deal-Brexit vorgestellt. Alle News im Live-Ticker.
Wilder Brexit? EU-Kommission stellt erste Notfall-Regelungen vor
AfD als „Prüffall“: Bund und Länder beschließen gemeinsames Vorgehen
Die AfD wurde vom Bundesamt für Verfassungsschutz zum „Prüffall“ erklärt. Seitdem wenden sich immer mehr Wähler von der Partei ab. Die Behörde gab nun ihr weiteres …
AfD als „Prüffall“: Bund und Länder beschließen gemeinsames Vorgehen

Kommentare