+
Entspannte Kanzlerin: Angela Merkel beim offiziellen Abendessen mit dem argentinischen Staatspräsidenten Macri. Foto: Natacha Pisarenko

Auch Mauerbau Thema

Merkel spricht in Mexiko über Trumps Handelspolitik

Vier Wochen vor dem G20-Gipfel in Hamburg haben Deutschland und Argentinien den Schulterschluss demonstriert. Nun reist die Kanzlerin nach Mexiko. Dort gibt es viel Kritik an US-Präsident Trump.

Mexiko-Stadt (dpa) - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ist auf ihrer dreitägigen Lateinamerikareise von Argentinien nach Mexiko weitergeflogen. Dort dürfte auch die Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump ein Thema sein.

Am Abend wird Merkel von Präsident Enrique Peña Nieto empfangen. Bereits am Vortag hatte die mexikanische Regierung erklärt, sie wolle den Besuch Merkels nicht als Botschaft an US-Präsident Donald Trump verstanden wissen. Vielmehr wolle man der Welt deutlich machen, dass man gemeinsame Werte teile.

Es war dennoch zu erwarten, dass Merkel und Peña Nieto auch über die Pläne Trumps sprechen, an der Grenze zu Mexiko eine Mauer gegen illegale Einwanderung und Drogenkriminalität zu errichten und von den Mexikanern bezahlen zu lassen. Der Präsident hatte Trump in diesem Zusammenhang Anfang des Jahres die Stirn geboten und ein Treffen im Weißen Haus abgesagt.

In Argentinien hatte Merkel angesichts des britischen Ausstiegs aus der EU und der protektionistischen Politik von US-Präsident Trump die Einheit Europas beschworen. "In einer globalisierten Welt gilt es, Brücken zu bauen und nicht Zugbrücken hochzuziehen. Wer sich abschottet, wird von den weltweiten Entwicklungen abgeschnitten", warnte sie am Donnerstagabend (Ortszeit) vor Studenten bei ihrem Besuch in Buenos Aires. "Ein geeintes Europa kann weltweit seine Werte und Interessen behaupten."

Merkel betonte vor den Studenten, der Brexit sei für die EU eine herbe Zäsur, aber auch ein Weckruf. "Wir müssen und wir wollen den Wert Europas sichtbarer machen." Darin seien sich die restlichen EU-Mitglieder einig. "Wir wollen verstärkt unter Beweis stellen, dass es allemal besser und erfolgreicher ist, mit vereinten Kräften die großen, globalen Herausforderungen anzunehmen, als dass es jeder alleine kann." Dies gelte für die Globalisierung genauso wie für die Digitalisierung, den Klimawandel oder den Kampf gegen den internationalen Terrorismus.

Die Lateinamerika-Reise Merkels dient unter anderem der Vorbereitung des G20-Gipfels der großen Industrie- und Schwellenländer Anfang Juli in Hamburg. "Es ist sehr wichtig, dass alle Länder der G20 zusammenarbeiten", sagte De Icaza. Angesichts der protektionistischen Agenda von Trump will Mexiko seine Beziehungen nach Europa, Asien und Lateinamerika stärken.

EU-Kommission zu Verhandlungen mit Mexiko

Bundesregierung zu den deutsch-mexikanischen Beziehungen

Bundesregierung zur mexikanischen Wirtschaft

Wirtschaftsdaten zu Mexiko von GTAI

Mexikanisches Präsidialamt

Regierungssprecher Seibert auf Twitter

Peña Nieto auf Twitter

Deutsch-Mexikanisches Jahr

Auswärtiges Amt zu Mexiko

Deutsch-Mexikanische Industrie- und Handelskammer

Mexikanische Wirtschaftsförderungsagentur

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Asylstreit mit Merkel: Neue Details zu Seehofers Masterplan überraschen - CSU nennt jetzt neuen Zeitplan
Die Asyl-Krise zwischen Angela Merkel und Horst Seehofer spitzt sich zu. Der Bruch droht an diesem Montag. Alle Entwicklungen rund um den Streit zwischen CDU und CSU im …
Asylstreit mit Merkel: Neue Details zu Seehofers Masterplan überraschen - CSU nennt jetzt neuen Zeitplan
Melania Trump gegen Familientrennung bei Migranten
Seit Mitte April haben die US-Behörden 2000 Kinder von ihren Familien getrennt. Nun äußert sich First Lady Melania Trump zu dieser Praxis.
Melania Trump gegen Familientrennung bei Migranten
Grenze zu Mexiko: US-Behörden trennen Eltern von Kindern
An der US-Grenze zu Mexiko spielen sich menschliche Dramen ab. US-Behörden trennen Kinder von ihren Eltern beim illegalen Grenzübertritt. Bereits 11.432 Kinder leben in …
Grenze zu Mexiko: US-Behörden trennen Eltern von Kindern
Umfrage-Hammer: Das wollen Bayerns Bürger im Asylstreit
Der Streit um die Richtung in der Asylpolitik zwischen Angela Merkel und Horst Seehofer eskaliert. Bevor beide mittags ihre Statements verkünden, haben die Bürger …
Umfrage-Hammer: Das wollen Bayerns Bürger im Asylstreit

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.