+
Angela Merkel bei einer Wahlkampfveranstaltung in Hessen

„Wird länger brauchen als drei Jahre“

„Grundlage für ein Zusammenleben ist,...“: Merkel stellt Forderung an Zuwanderer

In ihrem Podcast hat Angela Merkel am Wochenende Grundsätzliches zum Thema Integration klargestellt. Die Kanzlerin hat eine Forderung an Zuwanderer - und an die Einheimischen.

Berlin - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat dazu aufgerufen, noch mehr Flüchtlinge in Arbeit zu bringen. Sie sagte in ihrem am Samstag verbreiteten wöchentlichen Video-Podcast, Bund, Länder und Kommunen hätten in den vergangenen drei Jahren - seit dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise - beim Thema Integration schon viel geleistet. Aber „wir werden unsere Integrationskurse immer weiter verbessern und wir haben vor allen Dingen die Aufgabe, noch mehr Flüchtlinge in Arbeit zu bringen.“

„Die Grundlage für ein gutes Zusammenleben und gelingende Integration in Deutschland ist unsere Werteordnung. Dazu gehören Gleichberechtigung, Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit und das Gewaltmonopol des Staates“, sagt die Kanzlerin weiter. Zudem müssten „diejenigen, die zu uns kommen, bereit sein, Deutsch zu lernen“. Denn nur die gemeinsame Sprache eröffne Teilhabe im umfassenden Sinne.

Angela Merkel stellt klar: „Integration wird länger dauern als nur noch drei Jahre“

Auf die Frage, wo Deutschland in drei Jahren bei der Integration der Geflüchteten stehe, sagt Merkel, dass man ein gutes Stück weiter sein werde. Aber: „Integration wird länger dauern als nur noch drei Jahre. Es wird eine dauerhafte Aufgabe sein.“

Die Kanzlerin verleiht an diesem Montag zum zweiten Mal den Nationalen Integrationspreis. Preisträger 2018 ist das Projekt „Brückenbau - Vielfalt begegnen“ der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland und der Hilfsorganisation IsraAID Germany. In zehn Erstaufnahmeeinrichtungen in Berlin und Frankfurt werden Flüchtlinge psychologisch betreut und von Mitarbeitern beraten. Am Samstag weilt die Kanzlerin zu Verhandlungen mit den Amtskollegen Erdogan, Putin und Macron in Istanbul.

Alle aktuellen Informationen zur Hessen-Wahl am Sonntag finden Sie in unserem News-Ticker.

Auch interessant: Vor Gipfel bei Merkel: Grüne für Entlassung des Afrika-Beauftragten

Kurz vor einem Afrika-Gipfel mit zwölf Staats- und Regierungschefs in Berlin haben Außenpolitiker der Grünen Kanzlerin Angela Merkel zur Entlassung ihres Afrika-Beauftragten Günter Nooke aufgefordert. In einem Brief an Merkel werfen Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth und sieben weitere Parlamentarier Nooke rassistische Äußerungen zur Kolonialherrschaft in Afrika vor. Der 59-jährige frühere DDR-Bürgerrechtler und CDU-Politiker hatte vor drei Wochen in einem Interview der Berliner Tageszeitung „B.Z.“ unter anderem gesagt, der Kolonialismus habe „dazu beigetragen, den Kontinent aus archaischen Strukturen zu lösen“.

Landtagswahl 2018 in Hessen: Prognosen, Ergebnisse, Reaktionen - Live-Ticker

dpa

Lesen Sie auch: Der Verfassungsgerichtshof hat unterdessen geurteilt, dass das bayerische Integrationsgesetz in Teilen gegen die Bayerische Verfassung verstößt.

Merz will Merkel-Nachfolger werden - doch er ist nicht der einzige CDU-Politiker

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Jürgen von der Lippe greift Greta Thunberg an: „Für mich ist das Comedy“
In einem Interview macht Jürgen von der Lippe eine klare Ansage in Richtung Greta Thunberg. Auf Twitter wird er dafür scharf angegriffen und veräppelt.
Jürgen von der Lippe greift Greta Thunberg an: „Für mich ist das Comedy“
Gedenken in Auschwitz: Aussage von CDU-Mann Amthor sorgt für Empörung - „Fasse es nicht“
Vor 75 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Zahlreiche Politiker fordern einen Kampf gegen den Antisemitismus.
Gedenken in Auschwitz: Aussage von CDU-Mann Amthor sorgt für Empörung - „Fasse es nicht“
Regionalwahlen in Italien: Verschnaufpause für Regierung in Rom – Klare Niederlage für Matteo Salvini 
Nach der Niederlage der Lega-Partei bei der Regionalwahl in der Emilia-Romagna ist der politische Wiederaufstieg des früheren italienischen Innenministers Matteo Salvini …
Regionalwahlen in Italien: Verschnaufpause für Regierung in Rom – Klare Niederlage für Matteo Salvini 
Salvini erlebt bei Regionalwahl in Italien Niederlage
Er wollte den "Supersieg", nun kommt die Enttäuschung: Italiens lautstarkem Oppositionschef Matteo Salvini gelingt bei einer wichtigen Regionalwahl doch nicht der …
Salvini erlebt bei Regionalwahl in Italien Niederlage

Kommentare