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Kremlchef Wladimir Putin und Bundeskanzlerin Angela Merkel im russischen Badeort Sotschi. Foto: Guido Bergmann/Bundesregierung/Archiv

Schloss Meseberg bei Berlin

Merkel trifft Putin zu Gespräch über Syrien und Ukraine

Lange Zeit haben sich Merkel und Putin kaum noch getroffen. Jetzt gibt es ein Gespräch nach dem anderen. Dabei geht es vor allem um zwei Themen.

Berlin (dpa) - Zum zweiten Mal innerhalb von gut drei Monaten kommen Bundeskanzlerin Angela Merkel und der russische Präsident Wladimir Putin am Samstag zu einem Gespräch über die Konflikte in Syrien und der Ostukraine zusammen.

Weiteres Thema bei dem Treffen auf Schloss Meseberg bei Berlin wird der Streit über die Gas-Pipeline Nord Stream 2 sein, wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag bekanntgab.

Merkel und Putin hatten sich erst Mitte Mai im russischen Badeort Sotschi am Schwarzen Meer getroffen. Anschließend hatte Merkel Ende Juli den russischen Außenminister Sergej Lawrow und Generalstabschef Waleri Gerassimow in Berlin empfangen.

Merkel und Putin treffen sich am Samstagabend auf Schloss Meseberg in Brandenburg, dem Gästehaus der Bundesregierung. Es ist der erste bilaterale Besuch Putins in Deutschland seit Beginn der Ukraine-Krise vor vier Jahren. Danach war der russische Präsident nur noch zu zwei Gipfeltreffen hier, an denen auch andere Länder teilnahmen: zum G20-Gipfel in Hamburg 2017 und zu einem Ukraine-Gipfel in Berlin 2016.

Die Ukraine-Krise wird auch in Meseberg zu den Hauptthemen zählen. Deutschland vermittelt zusammen mit Frankreich in dem seit langer Zeit festgefahrenen Konflikt zwischen prorussischen Separatisten und Regierungstruppen in der Ostukraine. Derzeit geht es um die Frage, ob und wie eine Blauhelmtruppe der Vereinten Nationen einen möglichen Waffenstillstand überwachen könnte.

Gegen den geplanten Bau der 1200 Kilometer langen Pipeline Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland durch die Ostsee gibt es erhebliche Vorbehalte der Ukraine, aber auch innerhalb der EU und seitens der USA. US-Präsident Donald Trump wirft Deutschland eine zu große Abhängigkeit von Russland im Energiesektor vor, die Ukraine fürchtet um ihre Transiteinnahmen für Gas aus Russland.

In dem seit sieben Jahren laufenden Syrien-Konflikt spielt Russland als wichtigster Verbündeter des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad eine zentrale Rolle. Für den 7. September hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan zu einem Syrien-Gipfel nach Istanbul eingeladen, an dem neben Merkel und Putin auch der französische Präsident Emmanuel Macron teilnehmen sollen.

Auswärtiges Amt zu Russland

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