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Merkel und Seehofer in Berlin.

Neuer Versuch für eine Aussprache

Merkel will mit der CSU-Basis reden

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München - Unter den letzten Begegnungen Angela Merkels mit der CSU waren einige der unheimlicheren Art dabei.  Nun unternimmt die Kanzlerin einen neuen Anlauf, sich mit der CSU zu treffen und auszusprechen. Das erfuhr der Münchner Merkur. 

Unter den letzten Begegnungen Angela Merkels mit der CSU waren einige der unheimlicheren Art dabei. Auf dem Parteitag Ende 2015 wurde die CDU-Kanzlerin auf offener Bühne abgemeiert, wenig später von der Landtagsfraktion in Kreuth mit scharfen Worten attackiert. Nach dem Versöhnungstreffen der Parteivorstände vor zwei Wochen wurde Merkel dann vorgeworfen, sie sei zu lustlos aufgetreten. Nun unternimmt die CDU-Vorsitzende einen neuen Anlauf, sich mit der CSU zu treffen und auszusprechen.

Merkel ist nach Informationen unserer Zeitung bereit, vor die Ortsvorsitzenden der CSU zu treten. Geplant ist ein nichtöffentliches Treffen mit Aussprache, verlautet aus Parteikreisen. Die Runde soll das Verhältnis etwas entspannen – vor allem an der CSU-Basis hadern seit der Flüchtlingskrise viele Mitglieder mit der Vorsitzenden der Schwesterpartei. Der genaue Termin ist allerdings offen. Der zunächst angepeilte 31. März in Nürnberg wackelt. Das sei zu früh, sagte Parteichef Horst Seehofer der „SZ“.

Ein Grund für eine spätere Terminierung könnte sein, dass die Skepsis in der CSU noch sehr tief sitzt und die Parteispitzen einen Eklat vermeiden wollen. Das Ausmaß der Unruhe wurde am Dienstag auch bei einer Strategierunde der CSU-Bezirksgeschäftsführer mit den Generalsekretären in München deutlich. Aus allen Regionen Bayerns sei eine sehr angespannte Stimmung gemeldet worden, berichten Teilnehmer. Man habe um mehr Argumente aus der Parteizentrale gebeten. Das Versöhnungstreffen Seehofer-Merkel genüge nicht. Ebenso gibt es aber auch in der CSU klare Unterstützer für Merkel. Zehn der 46 Direktkandidaten sollen einen Wahlkampfauftritt der Kanzlerin in ihrer Heimat angefragt haben. Darüber wird allerdings erst später entschieden.

Seehofer will unterdessen alle Bezirksverbände besuchen und die Durchwahlen der Delegierten und die Vorstandswahlen begleiten. Er plant zudem in allen Landesteilen eine Wiederauflage des „Seehofer direkt“-Formats in den letzten vier Wochen vor der Wahl am 24. September.

Der Parteichef hatte diese Woche der CSU noch mal ins Gewissen geredet und von den Abgeordneten Loyalität zu Merkel verlangt. („Wir müssen uns jetzt am Riemen reißen.“) Unter anderem spöttelte er über CSU-Abgeordnete, die von München aus auf die Kanzlerin schimpften, dann aber bei der Bundesversammlung um gemeinsame Fotos gebettelt und sie auf Facebook veröffentlich hätten.

Alle Informationen und Nachrichten rund um die Bundestagswahl 2017 können Sie hier nachlesen.

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