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Die ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin Marianne Birthler war von 2000 bis 2011 Beauftragte des Bundes für die Stasi-Unterlagen.F oto: Paul Zinken/Archiv Foto: Paul Zinken

Gauck-Nachfolge

Merkel wollte Marianne Birthler als Bundespräsidentin

Berlin (dpa) - Bei der Suche nach einem neuen Bundespräsidenten hatte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zuletzt eine eigene Kandidatin im Visier, die erst in allerletzter Sekunde absagte: die ehemalige Chefin der Stasi-Unterlagenbehörde, Marianne Birthler.

Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Koalitionskreisen. Zuerst hatten darüber die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" und der "Spiegel" berichtet. Birthler habe erst am vergangenen Sonntag, und damit wenige Stunden vor dem Treffen der drei Parteivorsitzenden Merkel, Sigmar Gabriel (SPD) und Horst Seehofer (CSU), abgesagt.

CDU-intern war Birthler schon sehr früh als mögliche Kandidatin genannt worden. Der Vorschlag galt aber wegen des Widerstands der CSU gegen einen Grünen-Kandidaten als weitgehend chancenlos. In Koalitionskreisen hieß es nun allerdings, anders als im Fall des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) wäre eine CSU-Zustimmung nicht komplett ausgeschlossen gewesen. Die ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin Birthler war von 2000 bis 2011 Beauftragte des Bundes für die Stasi-Unterlagen.

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