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Eigentlich wollte Merkel eine ganz andere Kandidatin. Nun wird wohl Steinmeier Bundespräsident.

Niederlage für Kanzlerin

Merkel wollte ehemalige Stasi-Bekämpferin als Bundespräsidentin

Berlin - Ging es nach Angela Merkel, sollte Marianne Birthler den Job machen, den bald Frank-Walter Steinmeier übernehmen wird. Die sagte jedoch ab, war jedoch einst schon Nachfolgerin Joachim Gaucks in einem anderen Amt.

Bei der Suche nach einem neuen Bundespräsidenten hatte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zuletzt eine eigene Kandidatin im Visier, die erst in allerletzter Sekunde absagte: die ehemalige Chefin der Stasi-Unterlagenbehörde, Marianne Birthler. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Koalitionskreisen. 

Joachim Gauck und Marianne Birthler.

Zuerst hatten darüber die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ und der „Spiegel“ berichtet. Birthler habe erst am vergangenen Sonntag, und damit wenige Stunden vor dem Treffen der drei Parteivorsitzenden Merkel, Sigmar Gabriel (SPD) und Horst Seehofer (CSU), abgesagt. So einigte man sich auf Frank-Walter Steinmeier.

Schon einmal Nachfolgerin Gaucks gewesen

CDU-intern war Birthler schon sehr früh als mögliche Kandidatin genannt worden. Der Vorschlag galt aber wegen des Widerstands der CSU gegen einen Grünen-Kandidaten als weitgehend chancenlos.

In Koalitionskreisen hieß es nun allerdings, anders als im Fall des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) wäre eine CSU-Zustimmung nicht komplett ausgeschlossen gewesen. Die ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin Birthler war von 2000 bis 2011 Beauftragte des Bundes für die Stasi-Unterlagen und folgte damit Joachim Gauck nach.

dpa

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