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Merkels Minister: Wer ist Experte und wer Azubi?

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Berlin - Merkels Minister: Wer ist Experte und wer Azubi?

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1 / 63Die neue Regierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) steht. Wie im Fußball kommt es auch in der Politik auf die Mannschaft an. Entscheidende Frage dabei: Wer tritt sein Amt als Experte an? Und welche Minister sind Azubis - haben also wenig Ahnung von der Materie. Ein Überblick: © dpa
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2 / 63WIRTSCHAFT: Rainer Brüderle (FDP): Er gilt als herausragender Wirtschafts-Fachmann seiner Partei. Von 1987 bis zu seinem Einzug in den Bundestag im Jahr 1998 war Brüderle Wirtschaftsminister in Rheinland-Pfalz. © dpa
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3 / 63Seit 1988 profiliert er sich als zudem als wirtschaftspolitischer Sprecher der Freien Demokraten. Für den 64-Jährigen ist es die letzte Chance auf ein Bundesministerium gewesen. Gilt als betont mittelstandsfreundlich. Wirtschaftsverbände begrüßten seine Ernennung. © dpa
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4 / 63Fazit: Sehr erfahren! Bringt deutlich mehr Fachwissen und Regierungserfahrung mit als sein Amtsvorgänger Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). Der leutselige Brüderle tritt allerdings weit weniger elegant auf als der adelige Christsoziale. © dpa
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5 / 63VERTEIDIGUNG: Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). Der Unteroffizier der Reserve zu Guttenberg (leistete seinen Wehrdienst bei den Gebirgsjägern in Mittenwald) wird künftig die deutsche Armee führen. © dpa
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6 / 63Auch wenn er sich im Amt des Bundeswirtschaftsministers hohes Ansehen erarbeitet hat: Zu Guttenberg ist ein "geborener" Außen- und Verteidigungspolitiker. Der Oberfranke war Obmann im Auswärtigen Ausschuss des Bundestags und von 2005 bis zu seiner Ernennung als CSU-Generalsekretär im November 2008 Sprecher der Unions-Fraktion für Abrüstung. © dpa
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7 / 63Der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr ist sein Spezialgebiet. 2007 erarbeitete er mit dem SPD-Abgeordneten Hans-Ulrich Klose ein umstrittenes Papier, das den Einsatz der Bundeswehr im stark umkämpften Süden des Landes forderte - viele in der Union grollten. © dpa
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8 / 63Fazit: Absoluter Experte auf seinem Politikfeld. Bringt die besten Voraussetzungen für sein Amt mit. Neben seinem Fachwissen spricht zu Guttenberg fließend Englisch und bewegt sich charismatisch auf der internationalen Bühne. © dpa
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9 / 63LANDWIRTSCHAFT, ERNÄHRUNG UND VERBRAUCHERSCHUTZ: Ilse Aigner (CSU). Folgte ihrem Parteichef Seehofer im Oktober 2008 ins Amt und wird sich auch weiterhin um die Belange der Landwirte und Verbraucher kümmern. © dpa
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10 / 63Möglicher Grund für ihren Verbleib im Kabinett: Seehofer hat in den Koalitionsverhandlungen 750 Millionen Euro Soforthilfe für die protestierenden Bauern herausgeholt. Künftige Wohltaten für die Landwirte sollen möglichst mit einer CSU-Politikerin in Verbindung gebracht werden. © dpa
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11 / 63Aigner trat mehrfach ins Fettnäpfchen. So stemmte sie sich gegen die Veröffentlichung der EU-Agrarsubventionen im Internet, die dann doch offengelegt wurden. Im Frühjahr verbot Aigner den Genmais MON810. Nur wenig später erlaubte sie den Anbau der Genkartoffel Amflora in einem Freilandversuch. Aigner gewann aber Sympathien als Kämpferin für die Interessen der Milchbauern. © dpa
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12 / 63Fazit: Die Azubi-Phase hat sie langsam hinter sich gebracht. Kann in den kommenden vier Jahren zur Expertin werden. © dpa
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13 / 63ARBEIT: Franz Josef Jung (CDU). Die mächtige Hessen-CDU hat einen Stammplatz in jeder unionsgeführten Regierung. © dpa
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14 / 63Ministerpräsident Roland Koch wollte nicht Minister werden. Deshalb darf Jung es bleiben. Der gibt das Verteidigungsressort an zu Guttenberg ab und übernimmt dafür Arbeit. © dpa
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15 / 63Gleich nach seiner Ernennung versicherte Jung in "Bild am Sonntag": „Arbeit war schon immer mein Herzensthema.“ Als Anwalt sei er früher auf Arbeitsrecht spezialisiert gewesen. Mehrfach habe er in CDU-Wahlprogrammen auch die Passagen zu „Arbeit und Soziales“ verfasst, versicherte das Blatt. © dpa
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16 / 63Fazit: Jungs Azubi-Phase im Arbeitsministerium wird nicht allzu lange dauern. Hat das Zeug zum Experten. © dpa
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17 / 63ÄUSSERES: Guido Westerwelle (FDP). Der Liberalen-Chef galt bislang als reiner Wirtschaftspolitiker. In seinem neuen Job muss er überraschenderweise öfter die Koffer für Auslandsreisen packen. © dpa
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18 / 63In Berlin wurde spekuliert, dass Westerwelle in den Koalitionsverhandlungen zunächst mit dem Außenministerium pokert, dieses dann aber im Tausch gegen ein Superministerium für Wirtschaft- und Finanzen tauschen werde. Denkste! © dpa
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19 / 63In einer Rede vor der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik im Mai 2009 skizzierte der FDP-Chef seine Leitlinien: Kooperation innerhalb der EU, Schulterschluss mit den USA, Abrüstung, freier Handel und ein Bekenntnis zu den Menschenrechten. Nichts Revolutionäres, sondern die Grundzüge der deutschen Außenpolitik seit jeher. © dpa
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20 / 63Sein bislang einziger Vorstoß: Westerwelle will ein atomwaffenfreies Deutschland. © dpa
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21 / 63Fazit: Außenpolitisch ist Westerwell ein völliger Azubi. Muss sich erst noch in die Materie einarbeiten - und vor allem Englisch pauken, damit er die Fragen ausländischer Journalisten künftig besser beantworten kann. © dpa
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22 / 63JUSTIZ: Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP). Die streitbare Liberale kehrt in ihr altes Ministerium zurück. © dpa
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23 / 631992 hatte sie als erste Frau in der Geschichte der Bundesrepublik das Justizressort übernommen. Aus Protest gegen den Großen Lauschangriff, den die FDP gebilligt hatte, trat sie im Januar 1996 zurück. Die Linksliberale gilt als vehemente Kämpferin für die Bürgerrechte. © dpa
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24 / 63Fazit: Absolute Expertin auf ihrem Fachgebiet: Sie bringt Regierungserfahrung mit und wird sich in "ihrem" alten Haus schnell wieder einleben. © dpa
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25 / 63FAMILIE, SENIOREN, FRAUEN UND JUGEND: Ursula von der Leyen (CDU). Der Ärztin wurden Ambitionen auf das Gesundheitsministerium nachgesagt. Doch das holte sich die FDP in den Koalitionsverhandlungen. © dpa
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26 / 63Von der Leyen bleibt in ihrem bisherigen Ressort. Unter ihrer Ägide wurde in Deutschland das Elterngeld eingeführt. Von der Leyen kämpfte zudem entschlossen für den Ausbau der Krippenplätze und für eine Verschärfung des Jugendschutzes. © dpa
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27 / 63Zum Rohrkrepierer wurde ihre Idee, Seiten mit kinderpornographischem Inhalt sperren zu lassen. Computerexperten hielten das für Aktionismus und von der Leyen handelte sich den Spitznamen "Zensursula" ein. Die FDP kassierte die Internet-Sperren in den Koalitionsverhandlungen. © dpa
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28 / 63Fazit: Expertin. Bei dem Tempo das sie in den vergangenen vier Jahren vorgelegt hat, sind aus ihrem Ministerium auch in der kommenden Legislaturperiode einige Vorstöße zu erwarten. © dpa
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29 / 63KANZLERAMT: Ronald Pofalla (CDU). Der bisherige CDU-Generalsekretär gilt als enger Vertrauter von Bundeskanzlerin Angela Merkel, als Mitglied ihrer "Boygroup". So wird die kleine Männertruppe genannt, die Merkel seit ihrer Zeit als CDU-Generalsekretärin eisern die Treue hält. © dpa
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30 / 63Kein Wunder, dass "Mutti" (Merkels Spitzname in Unionskreisen) den ergebenen Ronald als Kanzleramtsminister an ihre Seite ins Zentrum der Macht setzt. © dpa
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31 / 63Pofallas Aufgaben als Kanzleramtsminister: Kabinettssitzungen vorbereiten, Streitereien zwischen Ministerien schlichten und die Arbeit der Ministerien durch „Spiegelreferate“ im Bundeskanzleramt kontrollieren. © dpa
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32 / 63Fazit: Ergebener Experte für die Wünsche seiner Chefin. Pofalla wird Merkel den Rücken freihalten. In Pofallas Ministerium zählt emotionale Intelligenz zuweilen mehr als Fachwissen. © dpa
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33 / 63UMWELT: Norbert Röttgen (CDU). War bislang Parlamentarischer Geschäftsführer der Unions-Fraktion. Hielt sich zu Höherem berufen. Darf nun ins Umweltministerium aufrücken. © dpa
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34 / 63Von der Materie hat er wenig Ahnung. Röttgen tat sich bislang fast ausschließlich auf dem Gebiet der Wirtschafts- und Rechtspolitik hervor. So viel ist bekannt: Röttgen hält den Atomausstieg für Unfug und setzt gleichzeitig auf die Förderung erneuerbarer Energien. © dpa
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35 / 63Röttgen gilt ebenfalls als Mitglied von Merkels "Boygroup". Bekommen Sie langsam eine Ahnung, wie man es in der CDU zu etwas bringt? © dpa
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36 / 63Fazit: Azubi, dem "Mutti" einiges zutraut. Die Kanzlerin gefällt sich als Klimaschützerin. Es heißt, dass sie sich von Röttgen eine weitere Politur des Öko-Images der CDU erwartet. © dpa
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37 / 63INNERES: Thomas de Maizière (CDU): Muttis Minister, der Dritte. © dpa
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38 / 63Der bisherige Kanzleramtsminister de Maizère gilt als Merkels engster politischer Mitarbeiter. © dpa
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39 / 63Verfügt auch über Regierungserfahrung. De Maizière war bereits Finanz-, Justiz- und Innenminister in Sachsen. Gilt als diszipliniert, verschwiegen und umgänglich. © dpa
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40 / 63Fazit: Experte. Dem Ex-Innenminister dürfte es wenig Mühe bereiten, Schäubles Ministerium zu übernehmen. © dpa
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41 / 63VERKEHR, BAU UND STADTENTWICKLUNG: Peter Ramsauer (CSU): War bislang Vorsitzender der CSU-Landesgruppe. Wäre es auch gerne geblieben. © dpa
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42 / 63Vor einem Jahr hatte Ramsauer das Angebot noch ausgeschlagen, Bundeslandwirtschaftsminister zu werden, und wenig später auch auf den Posten des Wirtschaftsministers verzichtet. Nach eigener Aussage konnte Ramsauer dieses Mal nicht mehr „Nein“ sagen. © dpa
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43 / 63Das Verkehrsministerium ist für die CSU attraktiv, weil sich von dort aus zahlreiche Projekte für Bayern verwirklichen lassen. © dpa
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44 / 63Der gelernte Müllermeister Ramsauer ist bisher als Verkehrsexperte nicht in Erscheinung getreten. Allgemein wird aber erwartet, dass er sich als Arbeits- und Wirtschaftsexperte leicht in die Themen Bau, Wohnungswesen und Verkehr einarbeitet. © dpa
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45 / 63Fazit: Azubi mit dem Zeug zum Experten. © dpa
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46 / 63GESUNDHEIT: Philipp Rösler (FDP). Der niedersächsische Wirtschaftsminister kennt sich als Arzt bestens in seinem neuen Fachbereich Gesundheitswesen aus. © dpa
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47 / 63Beim Thema Gesundheit war er in den Koalitionsgespärchen bereits Verhandlungsführer der Liberalen. © dpa
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48 / 63Fazit: Experte, der in seinem neuen Ministerium etliche Akzente setzen kann. © dpa
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49 / 63FINANZEN: Wolfgang Schäuble (CDU). Grandseigneur im Kabinett. Der 67-jährige Badener war bereits vor der Wiedervereinigung unter Altkanzler Helmut Kohl Bundesminister. © dpa
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50 / 63Schäuble leitete das Kanzleramt, verhandelte den Einheitsvertrag, er war zweimal Innenminister und führte ab 1991 neun Jahre lang die CDU-Bundestagsfraktion. © dpa
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51 / 63Böse Zungen behaupten, dass Merkel den CSU-Shootingstar zu Guttenberg vom   prestigeträchtigen Finanzministerium fernhalten wollte. Der rasante Aufstieg des Oberfranken soll die Kanzlerin (und CSU-Chef Horst Seehofer) beunruhigt haben. Deshalb habe Merkel das Finanzressort lieber ihrem Erzrivalen Schäuble übertragen. © dpa
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52 / 63Schäubles finanzpolitische Meinung interessierte in den vergangenen Jahren kaum - das heißt aber nicht, dass er von der Materie keine Ahnung hat. So lehnte er die Opel-Rettung ab und trat in Steuerfragen bevorzugt für eine wirtschaftsfreundliche Linie mit Vorrang für Entlastungen zugunsten von Unternehmen ein. © dpa
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53 / 63Zudem lehnte er den geplanten "Schattenhaushalt" aus verfassungsrechtlichen Gründen ab und widersprach Guido Westerwelles Vorstellung, wonach sich Steuersenkungen von alleine finanzieren. © dpa
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54 / 63Fazit: Bloß nicht unterschätzen! Vermutlich weit weniger Azubi als die meisten meinen. Karrieredenken liegt dem alten Politfuchs mittlerweile fern - er kann es sich leisten, der Kanzlerin und ihrem Vize zu widersprechen. © dpa
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55 / 63Überdies besitzt Schäuble als Finanzminister ein Veto-Recht: Das heißt, er kann die Ausgabenträume anderer Minister platzen lassen. Schäuble könnte der unangenehmste Minister für Angela Merkel und Guido Westerwelle werden. © dpa
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56 / 63BILDUNG UND WISSEN: Annette Schavan (CDU). Die promovierte Philosophin und Theologin (katholisch) versteht was von ihrem Themengebiet: © dpa
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57 / 63Ab 1980 arbeitete Schavan bei der Bildungseinrichtung Cusanuswerk, unterbrochen durch ein Jahr als Bundesgeschäftsführerin der CDU-Frauenunion und drei Jahren beim Generalvikariat Aachen. 1995 wurde sie Bildungsministerin in Baden-Württemberg. Zehn Jahre später übernahm sie das Bundesministerium für Bildung und Forschung. © dpa
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58 / 63Fazit: Expertin auf dem Feld der Bildungspolitik. Blieb als Bundesministerin bislang profillos. Ihr enges Verhältnis zu Kanzlerin Angela Merkel verschaffte Annette Schavan wohl eine weitere Amtszeit. © dpa
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59 / 63ENTWICKLUNGSHILFE: Dirk Niebel (FDP). Sein Wechsel ins Entwicklungshilfeministerium kommt unerwartet. Der gebürtige Hamburger gilt als Arbeitsmarkt- und Sozialexperte. © dpa
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60 / 63Niebel muss künftig entscheiden, welche Gelder in welches Land fließen, um Armut, Hunger oder Bildungsnotstand zu bekämpfen. © dpa
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61 / 63Immerhin hat der Hauptmann der Reserve (Fallschirmjäger) auch eine soziale Ader. Nach dem Abitur verbrachte Niebel ein Jahr in einem Kibbuz in Israel. © dpa
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62 / 63Allerdings hält die FDP ein Entwicklungshilfeministerium für überflüssig: Es sollte ihrer Meinung nach abgeschafft werden und im Auswärtigen Amt aufgehen. Entwicklungspolitiker der Grünen haben bereits befürchtet, dass Niebel diese Übernahme vorbereiten soll. © dpa
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63 / 63Fazit: Azubi. Fraglich, ob er zum Experten für ein Ministerium werden will, das es in vier Jahren vielleicht nicht mehr gibt. Oder kommt doch der „soziale“ Niebel durch, der sich für die Belange der Dritten Welt einsetzt? © dpa

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