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MM-Redakteur Dirk Walter.

Merkur-Kommentar

Überfälliger Abschied: Rückkehr zum G9 ist richtig

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München - Das achtjährige Gymnasium ist nun auch in Bayern ein Auslaufmodell. Auch wenn sich einige in der CSU schwer tun, alte Fehler zuzugeben, so ist die Entscheidung für die Rückkehr zum G9 doch richtig, findet unser Autor Dirk Walter.

Konzeptionell war das G8 stets unausgereift, daran änderten auch einige Reparaturversuche nichts. Mal wurde beim Lernstoff gekürzt, mal die Stundenzahl von Fächern beschnitten. Dass das G8 das falsche System ist, beweist schon ein Blick auf die Stundentafel, die den Schülern in der Mittelstufe gerade einmal drei Pflichtstunden Mathematik zuweist. Um die Schüler dennoch durchs Abitur zu bekommen, wurde dann ihre mündliche Leistung in der Oberstufe überproportional gewertet. Logisch war das alles schon lange nicht mehr.

Auch wenn die Entscheidung für das G9 nun klar zu sein scheint, so muss doch gewarnt werden: Die eigentliche Arbeit beginnt erst. Denn die Schulen sind nicht vorbereitet, es fehlen ein G9-Lehrplan ebenso wie G9-Schulbücher. Auch sind wichtige Fragen noch nicht geklärt, etwa die, ob die Schüler in der 6. oder doch erst wieder in der 7. Klasse mit einer zweiten Fremdsprache konfrontiert werden sollen. Es gibt sogar schon Experten, die die Rückkehr zu der alten Kollegstufe mit ihren Leistungskursen fordern. Für eine sinnvolle Lernstoffverteilung über alle Jahrgänge hinweg muss das vorab geklärt sein. Festina lente!(Eile mit Weile), sagte schon der Lateiner.

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