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 Merkur-Redakteur Klaus Vick.

Niedergang einer großen Partei

Kommentar zur Lage der SPD: Vom Dilemma eingeholt

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Die SPD rauscht in der Gunst der Wähler immer weiter ab. Das zeigte zuletzt wieder die Bundestagwahl. Der Trend macht auch vor der Fraktion in München nicht halt. Ein Kommentar.

München - 45,8 und 20,5: Zwei Prozentzahlen, die den Niedergang einer großen Partei markieren. 45,8 Prozent mit Spitzenkandidat Willy Brandt 1972, miserable 20,5 Prozent bei der Bundestagswahl 2017. In München - lange Jahre eine Bastion der Sozialdemokratie - waren es sogar nur 16,2 Prozent.

Auch hier hat sich die Lebens- und Arbeitswelt von der Sozialdemokratie entfernt, in Großstadtmilieus haben die Grünen ihr den Rang abgelaufen. Sich nur im Glanze früherer Oberbürgermeister oder des amtierenden OB zu sonnen, ist zu wenig. Die Wahl hat gezeigt: Münchens SPD kann sich vom Bundestrend nicht abkoppeln. Dabei ist die soziale Frage in Zeiten schamlos explodierender Mieten drängender denn je.

Tiefer Riss in der Partei: GroKo spaltet die Münchner SPD

Die SPD kann nur Wähler zurückgewinnen, wenn sie in Feldern sozialer Gerechtigkeit klar Farbe bekennt. Das tut sie in München zwar, aber auch hier hat sie das Problem, dass sie in einer Großen Koalition regiert und für den Wähler kein klares Profil erkennbar ist. Das Dilemma der Bundes-SPD hat auch Münchens Sozialdemokraten eingeholt.

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