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Nahost-Kenner und Reporter-Legende Peter Scholl-Latour.

Im Interview mit der tz

Scholl-Latour zu Israel: Die USA sind unfähig in Nahost

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München - Nahost-Kenner Peter Scholl-Latour hält die USA für unfähig, im Kampf zwischen Israel und der Hamas etwas auszurichten. Im Interview mit der tz analysiert er den neuen Konflikt.

Die Lage in Israel und den Palästinensergebieten wird täglich ernster. Auch Schimon Peres, scheidender Staatspräsident und Friedensnobelpreisträger machte keine Hoffnung auf ein baldiges Ende der Kämpfe: „Der Staat Israel verlässt sich nicht auf Glück, wir sind auf jedes Szenario vorbereitet, um unsere Bürger zu schützen."

Die tz bat den Nahost-Experten Peter Scholl-Latour um seine Analyse.

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Israel rüstet sich für eine Bodenoffensive im Gazastreifen. Wird sie auf jeden Fall kommen?

Peter Scholl-Latour: Das wird wahrscheinlich ad hoc beschlossen, je nach der Situation, die sich bietet. Das Ansinnen mutet grotesk an, wenn man die Landschaft dort kennt. Das Gazagebiet ist ja winzig: Wenn Sie mit einem Panzer durchfahren, ist das eine Affäre von einer halben Stunde. Insofern ist das israelische Aufgebot disproportioniert. Aber eine Offensive wird eine neue Intifada nach sich ziehen.

Sind die Morde an den drei israelischen und dem palästinensischen Jugendlichen schuld an der Eskalation? 

Scholl-Latour: Das sind natürlich von beiden Seiten abscheuliche Taten. Wir wissen aber gar nicht, ob für die Morde an den drei jüdischen Jugendlichen tatsächlich die Hamas verantwortlich ist. Es gibt ja verschiedene Splittergruppen und Extremisten, die auch von der Hamas nicht kontrolliert werden. Die Hamas einfach als verbrecherische Organisation abzutun, ist zu einfach. Und man sollte nicht vergessen, dass inzwischen weit mehr als 50 Einwohner des Gazastreifens bei Vergeltungsschlägen umgekommen sind.

Lesen Sie das komplette Interview auf tz.de!

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