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MM-Chefredakteur Georg Anastasiadis

Merkur-Kommentar

Der Messeranschlag von Hamburg: Wachsam bleiben

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In Hamburg hat am Freitagnachmittag ein Mann offenbar wahllos auf Passanten eingestochen. Eine Person stirbt. Merkur-Chefredakteur Georg Anastasiadis kommentiert. 

Die Polizei ermittelt nach dem tödlichen Messer-Attentat von Hamburg in alle Richtungen. Ob der Täter ein islamistisches Motiv hatte, als er, „Gott ist groß“ rufend, wahllos auf Passanten einstach, muss die Spurensuche ergeben. Doch die Faktenlage vom Abend lässt Schlimmes ahnen: Deutschland hat demnach den zweiten tödlichen Terroranschlag nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt zu verzeichnen. Wieder durch die Hand eines vorgeblich Schutzsuchenden aus dem muslimischen Raum. Und wieder trifft er das Land in einer Zeit, die für viele Menschen eine Zeit der Ferien und der Unbeschwertheit ist. 

Die dürfen wir uns nicht rauben lassen von jenen, deren Ziel nichts anderes ist, als Furcht in unser Leben zu tragen. Doch wir müssen wachsam sein. Das Bundeskriminalamt hat erst im Mai gewarnt, dass die Zahl der Gefährder steige. 657 Personen, mehr denn je, trauen die Sicherheitsbehörden Anschläge in Deutschland zu. Die Gefahr wachse, weil kampferprobte Männer aus dem Syrienkrieg zurückkehrten und andere Gotteskrieger mit deutschem Pass den Weg dorthin nicht mehr anträten, weil der IS auf dem Rückzug ist. Erfahrungen in anderen europäischen Ländern zeigen, dass Terroristen Wahlkampfzeiten zur Ausübung ihres Mordhandwerks bevorzugen, weil sie dann am meisten Unfrieden stiften können. Hinzu kommt die Gefahr durch einsame Wölfe, denen ein Messer reicht, um eine ganze Stadt in Angst und Schrecken zu versetzen.

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