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In Leipzig wurde auf ein Flüchtlingsheim ein Brandschlag verübt. die Suche nach dem Täter läuft. 

Harte Worte vom Bürgermeister

Messerattacke auf Flüchtlingsheim vereitelt

Leipzig - Der neueste Anschlag auf ein in Leipzig löst beim Oberbürgermeister Burkhard Jung Empörung aus. In Rostock wurde eine Messerattacke auf ein Flüchtlingsheim vereitelt. 

Ein neuerlicherBrandanschlag auf eine für Flüchtlinge vorgesehene Unterkunft in Leipzig hat für Entsetzen gesorgt. Der Oberbürgermeister der sächsischen Stadt, Burkhard Jung (SPD), verurteile die Tat am Mittwoch scharf. "Wir haben es hier mit einem feigen Anschlag zu tun von Menschen, die keine Menschlichkeit kennen."

In Deutschland kommt es derzeit gehäuft zu Anschlägen auf geplante oder bereits belegte Flüchtlingsheime, in mehreren Orten demonstrieren Rechtsextreme und ihre Sympathisanten zum Teil gewalttätig gegen Unterkünfte. Bundespräsident Joachim Gauck besuchte am Mittwoch in Berlin eine Erstaufnahmeeinrichtung. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird Mittwoch in einem Flüchtlingsheim im sächsischen Heidenau erwartet, vor dem es kürzlich massive Ausschreitungen gegeben hatte.

Nach Angaben der Leipziger Polizei hatte ein Vermummter in der Nacht einen Brandsatz durch das geöffnete Fenster eines Hauses im Stadtteil Stötteritz geworfen, in das voraussichtlich am Mittwoch 56 Asylbewerber einziehen sollten.

Schaden nur gering

Der Schaden bei dem Brandanschlag war nach Angaben des mit den Ermittlungen betrauten Operationen Abwehrzentrums (OAZ) der sächsischen Polizei gering. Ein Augenzeuge habe das Geschehen beobachtet und sehr schnell die Feuerwehr alarmiert. Daher habe nur eine Matratze in dem Zimmer hinter dem Fenster gebrannt.

Leipzigs Oberbürgermeister Jung betonte, dass die Stadt nach etwaigen Reparaturen Flüchtlinge trotz des Anschlags dort unterbringen werde. "Selbstverständlich werden in dem Haus Flüchtlinge einziehen, sobald der Schaden behoben ist", erklärte das Stadtoberhaupt.

Messerattacke auf Flüchtlingsheim vereitelt

In Parchim in Mecklenburg-Vorpommern drangen am Dienstagabend nach Polizeiangaben zwei mit einem Messer bewaffnete Betrunkene auf das Gelände einer Flüchtlingsunterkunft vor. Sie flüchteten, nachdem Bewohner sie bemerkt und die Sicherheitsleute der Einrichtung alarmiert hatten.

Die genauen Hintergründe des Vorfalls waren zunächst unklar. Nach Angaben der Polizei wurden die Verdächtigen nach ihrer Flucht von dem Gelände bei im Rahmen einer der Männer hatte ein Messer mit 20,5 Zentimeter langer Klinge bei sich. Beide waren demnach erheblich alkoholisiert, bei einem Test wurde ein Alkoholwert von mehr als zwei Promille festgestellt.

Kriminalpolizei nimmt Ermittlungen auf

Wie ein Polizeisprecher Rockstock weiter mitteilte, stammen der 29- und der 31-Jährige aus der Gegend und sind nicht als Mitglieder der rechten Szene bekannt. Ein fremdenfeindlicher Hintergrund ihrer Tat sei aber nicht auszuschließen. Die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen auf, gegen die beiden Männer wurden bereits Strafverfahren wegen Hausfriedensbruchs sowie eines Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.

Erst in der Nacht zu Dienstag war im brandenburgischen Nauen eine als Notquartier für Flüchtlinge vorgesehen Turnhalle abgebrannt, die Polizei geht auch dort von Brandstiftung aus. In Mecklenburg-Vorpommern nahm die Polizei am Dienstag zwei Männer fest, die im Oktober 2014 ein bereits bewohntes Flüchtlingswohnhaus in Groß Lüsewitz im Landkreis Rostock mit Brandsätzen beworfen haben sollen. Ihnen wird versuchter Mord vorgeworfen.

afp

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