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Ein russisches Buk-M2-Raketensystem.

Hoffnung auf mehr Informationen

MH17: "Mutmaßliche" BUK-Raketenteile identifiziert

Amsterdam - Bei den Nachforschungen zum Abschuss der Passagiermaschine der Malaysia Airlines über der Ostukraine vor einem Jahr haben Ermittler "mutmaßliche" Teile einer russischen BUK-Rakete gefunden.

Niederländische und internationale Ermittler untersuchten sieben "erhebliche Fragmente von einer gewissen Größe - vermutlich von einem BUK-Raketensystem", sagte der niederländische Staatsanwalt Fred Westerbeke am Dienstag.

Nach Angaben der Ermittlungsbehörden wurden die mutmaßlichen Raketenteile bei einem Einsatz an der Absturzstelle im Osten der Ukraine sichergestellt. Noch sei es zu früh zu sagen, ob die gefundenen Fragmente "zum Beispiel von der BUK-Rakete stammen, die möglicherweise MH17 abgeschossen hat", sagte Westerbeke dem Fernsehsender NOS. Die Ermittler kämen jedoch einer Antwort auf die Frage "näher", wer hinter dem Angriff stehe.

Die Teile könnten "möglicherweise mehr Informationen dazu liefern, wer in den Absturz von MH17 verwickelt war", hieß es in einer Erklärung der niederländischen Ermittlungsbehörde OVV und der internationalen Ermittler. Um die Fragmente weiter zu untersuchen, setze das internationale Ermittlerteam auf die Unterstützung von Waffenexperten aus aller Welt.

In einem vorläufigen Bericht aus den Niederlanden vom September 2014 hatte es geheißen, die Schäden an dem Flugzeug seien offenbar von einer "großen Zahl von Objekten verursacht worden, die das Flugzeug mit hoher Geschwindigkeit von außen durchdrangen".

Beim Absturz der Maschine mit der Flugnummer MH17 waren am 17. Juli 2014 alle 298 Insassen ums Leben gekommen. Die Boeing 777 war auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur. Bei den meisten Opfern handelte es sich um Niederländer.

Die ukrainische Regierung und der Westen vermuten, dass prorussische Rebellen die Maschine mit einer von Russland gelieferten Boden-Luft-Rakete abgeschossen haben. Moskau und die Rebellen schreiben die Verantwortung hingegen Kiew zu. Der russische Hersteller der BUK-Boden-Luft-Raketen hatte im Juni erklärt, öffentlich zugängliche Fotos ließen darauf schließen, dass die Maschine von einer BUK-Rakete abgeschossen wurde. Sowohl die russische als auch die ukrainische Armee verfügen über BUK-Raketen.

Ermittler aus Malaysia, der Ukraine, Australien, Großbritannien, Russland und den Niederlanden beraten derzeit in Den Haag über den geplanten Abschlussbericht der niederländischen Ermittlungsbehörde. Dieser soll im Oktober vorgelegt werden.

afp

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