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Der Lebenspartner von Guido Westerwelle hat sich zum Gesundheitszustand des früheren Außenministers geäußert.

An Krebs erkrankter Außenminister

Mronz: So geht es Guido Westerwelle

Aachen - An öffentliche Auftritte von Guido Westerwelle sei derzeit nicht zu denken, sagt sein Partner Michael Mronz. Der an Krebs erkrankte Ex-Außenminister werde weiter in Köln behandelt.

Michael Mronz kneift die Lippen zusammen. Der sonst so redegewandte PR-Manager wägt lange ab und sucht die passenden Worte, als er über Guido Westerwelle redet - seinen Ehemann, der vor knapp drei Wochen die Schreckensdiagnose Leukämie erhielt und seitdem um sein Leben kämpft.

Mronz versucht optimistisch zu wirken, so wie es sein Naturell ist. Doch es scheint dem smarten Sportpromoter schwer zu fallen. „Es geht darum, wieder gesund zu werden - nichts anderes“, sagt er schließlich. „Bei den Ärzten und dem ganzen Team ist Guido in besten Händen.“

Viel mehr mag Mronz derzeit nicht sagen. Zu Details will sich der 47-Jährige lieber nicht äußern, keine weiteren Fragen beantworten. Es gebe keine Wasserstandsmeldungen. Mronz ist natürlich im ständigen Kontakt mit seinem Mann, mit dem er seit vier Jahren verheiratet ist.

Westerwelle wird nicht zu Merkels Geburtstag reisen

Der 53 Jahre alte Politiker hatte nur durch einen Zufall von seiner schweren, lebensbedrohlichen Erkrankung erfahren. Vor einer geplanten Knieoperation Mitte Juni hatte die Ärzte in Köln bei dem früheren FDP-Vorsitzenden die Blutwerte geprüft - und in der Folge war Leukämie festgestellt worden. Ohne diesen obligatorischen Check vor der OP wäre die Krankheit erst später festgestellt worden.

Seitdem kämpft Westerwelle. So nennt es Mronz. An öffentliche Auftritte Westerwelles sei auf jeden Fall nicht zu denken. Der ehemalige FDP-Vorsitzende wird laut Mronz auch nicht zum Geburtstag von Bundeskanzlerin Angela Merkel reisen. Die CDU-Politikerin wird am Donnerstag 60 Jahre alt und wird ohne ihren langjährigen Vizekanzler feiern. Die Absage lässt erahnen, wie ernst die Erkrankung Westerwelles ist.

Auch den CHIO in Aachen, wo Westerwelle seit Jahren Stammgast war, wird er in dieser Woche nicht besuchen. Mronz ist Vermarkter beim größten Reitturnier der Welt, er hat Westerwelle für den Reitsport begeistert und dank seiner Hilfe auch die sportbegeisterte Merkel wiederholt nach Aachen gelockt. Mronz pendelt in diesen Tagen zwischen dem Turniergelände in Aachen und der Universitätsklinik in Köln. Er versucht dabei, so gut es geht, seinen Optimismus zu behalten.

dpa

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