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Ein Flüchtling steht am Fenster eines Asylbewerberheims.

Opposition schlägt Alarm

Mietwucher? So viel zahlt ein Asylbewerber für ein Bett im Flüchtlingsheim

Die Opposition wirft der bayerischen Staatsregierung vor, in Asylunterkünften Mietwucher zu treiben: „Wenn für ein Bett das gleiche bezahlt werden muss wie für eine vergleichbare Mietwohnung, dann ist das nicht in Ordnung.“

Dies sagte etwa die SPD-Abgeordnete Angelika Weikert in einer Sitzung des Sozialausschusses am Donnerstag in München. Hans-Ulrich Pfaffmann (SPD) merkte an: „Es gehört sicher nicht zur Leitkultur, dem Asylbewerber zu vermitteln, dass Mietwucher sozusagen auch noch von den staatlichen Institutionen abgesegnet wird.“

Anerkannte Asylbewerber, die nicht in eine eigene Wohnung umziehen und weiter in den Asylunterkünften bleiben, müssen dafür eine Gebühr zahlen. Laut einem Bericht des Sozialministeriums werden pro Person 278 Euro fällig, für jeden weiteren Familienangehörigen zusätzlich 97 Euro. Hinzu kommen unter anderem Neben- und Verpflegungskosten. 

Flüchtlinge stehen plötzlich mit hohen Schulden da

Diese Gebühren wurden auch rückwirkend von den betroffenen Menschen - derzeit rund 33.000 in Bayern - verlangt. „Der Geflüchtete steht dann plötzlich mit mehreren Tausend Euro Schulden da“, sagte Grünen-Politikerin Christine Kamm.

Die CSU betonte, dass die Erhebung einer Gebühr angemessen sei. „Die Höhe erschließt sich aber nicht“, sagte die Integrationsbeauftragte Kerstin Schreyer (CSU). Das Thema soll künftig weiter im Landtag und mit dem Sozialministeriums diskutiert werden.

Es gibt noch ein andere Problem: Viele Flüchtlingsheime stehen leer - kosten Deutschland aber richtig viel Geld.

dpa

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