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Nach Jahren des Bürgerkriegs wird im Südsudan die Nahrung knapp. Millionen Menschen droht Hunger. Foto: Uncredited/AP

Hilfsorganisation Oxfam warnt

Millionen Menschen im Südsudan von Hungersnot bedroht

Im Südsudan sind leiden fünf Millionen Menschen an Hunger und sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Vier Jahre Konflikt und Bürgerkrieg haben die Vorräte der Menschen aufgezehrt. Die Menschen essen Gras und Unkraut.

Berlin (dpa) - Die Hilfsorganisation Oxfam hat vor einer Hungersnot in Teilen des Bürgerkriegslandes Südsudan gewarnt. Im östlichen Kreis Pibor im Bundesstaat Boma seien etwa ein Fünftel der schätzungsweise 200 000 Einwohner vom Hungertod bedroht, teilte die Organisation mit.

Vier Jahre Konflikt und Bürgerkrieg hätten die Vorräte der Menschen aufgezehrt und die Selbsthilfemöglichkeiten der Gemeinden erschöpft. Die Menschen müssten Gras und Unkraut essen.

Landesweit leiden UN-Angaben zufolge fünf Millionen Menschen an Hunger und sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Im Südsudan gab es bereits 2017 eine schwere Hungerkrise. In Teilen der Region Unity wurde damals eine Hungersnot ausgerufen, die schlimmste Form der Hungerkrise. Es war weltweit die erste Hungersnot seit 2011.

Nicolo Di Marzo, Oxfams Landesdirektor für den Südsudan, erklärte, internationale Hilfe habe den Hunger bisher in Grenzen halten können, "aber der Bedarf steigt in einem Maß, dass Oxfam und andere Hilfsorganisationen kaum mehr Schritt halten können". Es müsse dringend gehandelt werden, um in Pibor und dem ganzen Südsudan Menschenleben zu retten. Der ölreiche Südsudan war erst 2011 vom Sudan unabhängig geworden und ist damit der jüngste Staat der Welt. Ende 2013 brach jedoch ein blutiger Bürgerkrieg aus.

Mitteilung Oxfam

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