+
Nur noch verbogener Stahl: Wieder hat ein blutiges Attentat die jemenitische Hauptstadt Sanaa erschüttert. Foto: Yahya Arhab

Mindestens 32 Tote bei Doppelanschlag auf Moschee im Jemen

Sanaa (dpa) - Nach einem Doppelanschlag auf eine Moschee in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa ist die Zahl der Todesopfer bis Donnerstag auf mindestens 32 gestiegen. Das berichtete die von den Huthi-Rebellen kontrollierte, frühere Staatsagentur Saba. 98 Menschen wurden demnach verletzt.

Über Twitter verbreiteten Dschihadisten ein mutmaßliches Bekennerschreiben der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Ziel des Attentats vom Mittwoch seien die schiitischen Huthis gewesen, die in der Stadt vor Monaten die Macht übernommen haben, hieß es.

Ein Vertreter der Gesundheitsbehörde sagte der Deutschen Presse-Agentur, ein Selbstmordattentäter habe sich im Gotteshaus während eines Gebets in die Luft gesprengt. Als Rettungskräfte die Verletzten bargen, detonierte vor der Moschee eine Autobombe. Das Gotteshaus war erst im Juli Ziel eines Anschlags. Die IS-Terrormiliz hatte sich in diesem Jahr bereits zu mehreren Angriffen auf Moscheen in Sanaa bekannt.

Die Huthis haben große Teile des arabischen Landes übernommen und die Regierung zur Flucht gezwungen. Ein von Saudi-Arabien geführtes Militärbündnis fliegt seit März Luftangriffe gegen die Rebellen.

Saba-Bericht, Arabisch

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Yücel geißelt Türkei als Willkürstaat
Die Freilassung von Deniz Yücel hat in Deutschland Erleichterung ausgelöst. Doch der stets argwöhnische Journalist zeigt, wie steinig der Weg zu einem normalisierten …
Yücel geißelt Türkei als Willkürstaat
Münchner Siko 2018: Thomas de Maizière fordert mehr Prävention im Kampf gegen Extremismus
Bei der Münchner Sicherheitskonferenz sagte Thomas de Maizière am Samstag, "allein über Repression" sei "die Schlacht nicht zu gewinnen". Alle Informationen im …
Münchner Siko 2018: Thomas de Maizière fordert mehr Prävention im Kampf gegen Extremismus
Ausnahmezustand in Äthiopien gilt für ein halbes Jahr 
Der in Äthiopien verhängte Ausnahmezustand soll nach Angaben der Regierung für ein halbes Jahr gelten. Die USA haben dies scharf verurteilt.
Ausnahmezustand in Äthiopien gilt für ein halbes Jahr 
Hunderte Menschen demonstrieren gegen Abschiebungen nach Afghanistan
In Hamburg und Rostock haben am Samstag insgesamt rund 1400 Menschen friedlich gegen Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber nach Afghanistan demonstriert.
Hunderte Menschen demonstrieren gegen Abschiebungen nach Afghanistan

Kommentare