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Ilse Aigner.

Debatte hält an

Mindestlohn: Aigner fordert weniger Bürokratie

München - Auch nach der Einführung des Mindestlohns reißt die Debatte innerhalb der Parteien der Großen Koalition nicht ab. Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner fordert weniger Bürokratie für Unternehmen.

Auch nach der Einführung des Mindestlohns reißt die Debatte innerhalb der Parteien der Großen Koalition nicht ab. Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) fordert deutliche Korrekturen bei den Dokumentationspflichten für den Mindestlohn. „Die Aufzeichnungspflichten gehen zu weit und erhöhen den Bürokratieaufwand für Arbeitgeber erheblich. Außerdem gehen sie an der Lebenswirklichkeit der Betriebe vorbei“, sagte Aigner unserer Zeitung. „Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles muss das neue Bürokratiemonster jetzt zähmen, bevor größerer Schaden entsteht.“

Seit Jahresbeginn gilt ein flächendeckender Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde. Bei einer 40-Stunden-Woche entspricht das 1473 Euro brutto im Monat. Doch laut Aigner sei die Aufzeichnungspflicht der täglichen Arbeitszeiten für Minijobber nicht praktikabel. Außerdem halte sie es für sinnvoll, ab einer monatlichen Brutto-Lohnhöhe von 2400 Euro komplett auf die Dokumentationspflicht zu verzichten. Aigner mahnte Nahles: „Wenn alle Experten sowie große Teile der Wirtschaft vor den Folgen des Mindestlohns, vor Arbeitsplatzabbau und neuen Bürokratiekosten warnen, sind Selbstgerechtigkeit und Rechthaberei fehl am Platze.“  

mik

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