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Wolf Biermann bei seinem Auftritt im Bundestag.

Nach Biermann-Auftritt

"Mini-Goebbels!" - Die heftigsten Pöbeleien im Bundestag

Berlin - Der Auftritt des "Drachentöters" Wolf Biermann im Bundestag zum Mauerfall-Gedenken war ungewöhnlich. Zumeist geht es im Hohen Haus gesittet zu. Aber nicht immer, wie man in unserer Auflistung der Pöbeleien sehen kann.

Der Auftritt des „Drachentöters“ Wolf Biermann im Bundestag zum Mauerfall-Gedenken war ungewöhnlich. Zumeist geht es im Hohen Haus gesittet zu. Über die Jahrzehnte kam es im Plenarsaal aber schon oft zu aufsehenerregenden Szenen. Berühmt: Nach Tumulten wirft Bundestagsvizepräsident Richard Stücklen (CSU) 1984 den späteren Außenminister Joschka Fischer aus dem Plenarsaal. Der reagiert grob: „Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch!“ Unzählige, teils kreative Parlaments-Pöbeleien vom Betonbolschewisten bis zum Petersilien-Guru sind fast schon in Vergessenheit geraten. Eine kleine Auswahl:

„Schnauze, Iwan!“ - Franz Josef Strauß (CSU) zu Heinz Renner (KPD), 1951

„Geistiges Eintopfgericht.“  - Herbert Wehner (SPD) über Georg Kliesing (CDU), 1956

„Übelkrähe.“ - Herbert Wehner (SPD) zu Jürgen Wohlrabe (CDU), 1970

„Sie Frühstücksverleumder.“ - Herbert Wehner (SPD) zu Friedrich Zimmermann (CSU), 1979

„Christliche Dreckschleuder.“ - Joschka Fischer (Grüne) zu Walter Althammer (CSU), 1983

„Mini-Goebbels.“ - Dietmar Kansy (CDU) über Otto Schily (damals Grüne), 1983

„Wild gewordener Gartenzwerg.“ - Ottmar Schreiner (SPD) über Hansheinz Hauser (CDU), 1990

„Zuhälter.“ - Michael Glos (CSU) zu Joschka Fischer (Grüne), 2004

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