+
In diesem Haus in Braunau wurde Adolf Hitler geboren.

Pilgerstätte für Neonazis

Minister für Abriss von Hitlers Geburtshaus

Braunau - Das Geburtshaus Adolf Hitlers zieht nicht wenige Besucher mit fragwürdiger politischer Einstellung an. Der österreichische Innenminister macht einen radikalen Lösungsvorschlag.

„Für mich wäre ein Schleifen (...) die sauberste Lösung“, sagte Österreichs Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) im ORF. Das Ministerium will verhindern, dass das Haus zu einer Pilger- oder Gedenkstätte für Menschen mit nationalsozialistischem Gedankengut wird. „Um dem vorzubeugen und es endlich aus der Welt zu schaffen, ist es notwendig, dieses Haus zu enteignen“, sagte Sobotoka im ORF.

Hitlers Geburtshaus in Braunau nahe der deutschen Grenze ist in Privatbesitz. Seit 1972 ist es an das österreichische Innenministerium vermietet; derzeit steht es leer. Die Regierung prüft eine Enteignung. Zu der sei es in vielen Verhandlungen über Nutzung und Kauf sei es mit der Besitzerin bisher nicht gekommen.

Die Sprecherin des Ministers sagte am Sonntag zur Nachrichtenagentur APA, dass der Minister seine „persönliche Meinung“ kundgetan habe. Es müsse geprüft werden, ob ein Abriss rechtlich umsetzbar sei.

Hitlers Geburtshaus - Braunaus schwieriges Erbe

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Tempelberg-Krise eskaliert: Drei Tote, 400 Verletzte
Der Streit um den Tempelberg in Jerusalem ist am Freitag heftig eskaliert und hat mindestens drei Menschenleben gefordert. Mehrere Verletzte schweben in Lebensgefahr.
Tempelberg-Krise eskaliert: Drei Tote, 400 Verletzte
Erdogan verurteilt neuen Türkei-Kurs: „Deutschland muss sich besinnen“
Mit wütenden Worten reagiert Erdogan auf die neue Türkei-Politik Deutschlands. „Eure Kraft reicht nicht aus, um die Türkei anzuschwärzen“, warnt er - und weist die …
Erdogan verurteilt neuen Türkei-Kurs: „Deutschland muss sich besinnen“
Zahl der islamischen Gefährder erneut gestiegen
In Deutschland gibt es immer mehr gewaltorientierte Extremisten. Die größte Gefahr geht weiter von islamistischen Gefährdern aus. Auch bei Rechtsextremisten besteht die …
Zahl der islamischen Gefährder erneut gestiegen
Schulz und SPD verharren im Umfrage-Tief
Der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz versucht sich Angela Merkel zu stellen. Doch auch sein "Zukunftsplan" führt ihn bislang nicht aus den schlechten Umfragewerten …
Schulz und SPD verharren im Umfrage-Tief

Kommentare