+
Eigentlich will Minister Maas, dass Mieter nicht mehr automatisch den Makler zahlen müssen. Foto: Marijan Murat/Archiv

Minister Maas erstattet Mieter nach Kritik Maklergebühr

Berlin (dpa) - Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat dem Mieter seines Hauses in Saarlouis nach einem kritischen Zeitungsbericht die Maklergebühren zurückerstattet.

"Mit etwas mehr Aufmerksamkeit hätte man die Maklergebühren von Anfang an übernehmen sollen", sagte Maas "Spiegel Online" am Mittwoch. Der Minister hatte entgegen einem Gesetzentwurf, an dem er seit Monaten mitarbeitet, den Mieter die Vermittlungsgebühr zahlen lassen. Darüber hatte zunächst die "Bild"-Zeitung berichtet.

Maas vermietete sein Haus demnach wegen seines Umzugs nach Berlin zum 1. August über einen Makler. Der Mieter habe dabei die Maklerkosten in Höhe von zwei Kaltmieten plus Umsatzsteuer übernommen, berichtete das Blatt. Nach dem von Maas im März vorgestellten Gesetzentwurf soll künftig dagegen der Vermieter den Makler bezahlen, wenn er ihn bestellt hat.

Der Minister hatte der "Bild"-Zeitung zunächst gesagt: "Dass der Mieter den Makler bezahlt, entspricht der gängigen Praxis und auch der geltenden Rechtslage. Diese Rechtslage wollen wir aus guten Gründen ändern."

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Anschlag in Manchester: Polizei hat alle Todesopfer identifiziert
Ein weiterer Terroranschlag erschüttert Großbritannien. Ein Selbstmordattentäter reißt bei einem Konzert in Manchester mehrere Menschen in den Tod. Alle Infos im …
Anschlag in Manchester: Polizei hat alle Todesopfer identifiziert
Seit 100 Tagen wartet Deniz Yücel in Einzelhaft auf Anklage
Kaum Kontakt mit Mitgefangenen und nach draußen, nur selten ein uneingeschränkter Blick auf den Himmel: Journalist Deniz Yücel wartet noch immer auf seine Anklageschrift …
Seit 100 Tagen wartet Deniz Yücel in Einzelhaft auf Anklage
Steinmeier trägt sich in Kondolenzbuch für Manchester-Opfer ein
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich am Mittwoch in das Kondolenzbesuch der britischen Botschaft für die Opfer des Anschlags von Manchester eingetragen. 
Steinmeier trägt sich in Kondolenzbuch für Manchester-Opfer ein
Auf Druck der Türkei: Bundestagsabgeordnete sagen Reise ab
Der Konflikt um den geplanten Türkei-Besuch von vier Bundestagsabgeordneten bedeutet nach Worten von Parlamentsvizepräsidentin Claudia Roth „eine neue Eskalationsstufe“ …
Auf Druck der Türkei: Bundestagsabgeordnete sagen Reise ab

Kommentare