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Manuela Schwesig will mehr Unternehmen zu einer verbindlichen Frauenquote bringen.

„Man sieht, es funktioniert“

Ministerin Schwesig: Unternehmen „provozieren“ harte Frauenquote

Berlin - Am Weltfrauentag verteidigt Ministerin Manuela Schwesig die Forderung nach einer verbindlichen Frauenquote. Die Unternehmen provozieren gerade eine harte Gangart.

Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig hat für mehr Unternehmen als bisher eine verbindliche Frauenquote gefordert. „Da, wo sich Unternehmen selbst die Zielvorgaben setzen können, sagen tatsächlich welche: null“, erklärte die SPD-Politikerin am Mittwoch im ARD-„Morgenmagazin“. „Die provozieren, dass wir uns in der nächsten Legislaturperiode dieses Gesetz noch mal vorknöpfen und sagen: Dann muss auch die harte Quote für diese Unternehmen gelten.“

Das Gesetz für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Führungspositionen war im Mai 2015 in Kraft getreten. 3500 Firmen mussten sich deshalb verbindliche Ziele für die Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen setzen. Das Gesetz verpflichtete zudem rund 100 börsennotierte, voll mitbestimmungspflichtige Unternehmen seit Anfang 2016 bei Neubesetzungen im Aufsichtsrat sicherzustellen, dass mindestens 30 Prozent der Posten von Frauen besetzt werden. „Man sieht, es funktioniert“, sagte Schwesig.

Das Bundeskabinett befasst sich in seiner Sitzung am Mittwoch mit dem Stand der Umsetzung der Frauenquote. Das Justiz- und das Familienministerium legen dazu einen ersten Zwischenbericht vor.

dpa

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