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Eine Ausgabe von "Mein Kampf" von Adolf Hitler in der Zentralen Landesbibliothek von Berlin.

Lehrer sensibilisieren

Ministerium: Keine unkommentierten Ausgaben von "Mein Kampf" an Schulen

München - Das Bayerische Kultusministerium wehrt sich gegen unkommentierte Ausgaben von Hitlers Hetzschrift "Mein Kampf" an bayerischen Schulen. Nun sollen die Lehrer geschult werden.

Bayerns Kultusministerium will an den Schulen keine unkommentierten Ausgaben von „Mein Kampf“ zulassen. „Dieses Buch ist auch heute noch eine tiefe Verletzung für viele Menschen“, sagte Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) dem "Münchner Merkur". „Für einen einfachen Nachdruck ist an Schulen kein Platz“, er werde das auch strafrechtlich verfolgen lassen. Der Urheberschutz für Hitlers Schrift läuft zum 1. Januar aus, fast zeitgleich erscheint eine wissenschaftlich-kritische Ausgabe der Hetzschrift. Der Ablauf der Schutzfrist sei „eine riesige Herausforderung", sagte Spaenle. Er plant Interpretationshilfen, die die Landeszentrale für politische Bildung erstellen soll. Die Lehrer sollten im Umgang mit der Hetzschrift geschult werden. „Wir werden den Schulen entsprechende Materialien an die Hand geben“, kündigte er an. Der Umfang der Auszüge sei noch offen. Zudem werde es Fortbildungsveranstaltungen für Lehrer aller Schularten geben.

Lesen Sie dazu auch:

Kommentar: Eine wehrhafte Demokratie muss "Mein Kampf" aushalten.

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