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Ungarn-Wahl 2022: Ergebnis naht - Orbáns Fidesz bekommt absolute Mehrheit

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Von: Leyla Yildiz, Philipp Kuserau

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Ungarn-Wahl: Peter Marki-Zay (li.) oder Viktor Orban - wer wird Ministerpräsident?
Ungarn-Wahl: Peter Marki-Zay (li.) oder Viktor Orban - wer wird Ministerpräsident? © Peter Kohalmi/John Thys/AFP

Am 3. April 2022 finden in Ungarn Wahlen statt. Die Bevölkerung soll ein neues Parlament bestimmen. Hochrechnungen und Ergebnisse gibt es am Wahlabend.

Update vom 4. April, 10.45 Uhr: Noch immer ist das Ergebnis der Ungarn-Wahl nicht fertig ausgezählt - allerdings fehlen nur noch einige Reststimmen: Nach Angaben der ungarischen Wahlbehörden sind zur Zeit 98,96 Stimmen ausgezählt. Viktor Orbáns Fidesz kommt dabei auf 53,10 Prozent.

Ungarn-Wahl 2022: Die aktuellen Hochrechnungen in der Übersicht

Ausgezählte Stimmen:98,96 Prozent
Fidesz (Orbán)53,10 Prozent
EM (Oppositionsbündnis Marki-Zay)35,04 Prozent
Mi Hazank6,17 Prozent

Stand: 10.28 Uhr, Quelle: vtr.valasztas.hu

Update vom 3. April, 23.05 Uhr: Mittlerweile sind bereits deutlich über 70 Prozent der Stimmen ausgezählt. Der zu Beginn der Auszählung sehr große Vorsprung von Fidesz auf das oppositionelle Parteienbündnis EM schrumpft mit fortschreitender Auszählung kontinuierlich. Aktuell steht Fidesz bei 54,4 Prozent - bei der ersten Hochrechnung waren es noch knapp 62 Prozent gewesen. Die Opposition steht aktuell bei 33,7 Prozent.

Update vom 3. April, 22.23 Uhr: Mittlerweile sollen 53 Prozent der abgegebenen Stimmen ausgezählt sein. Das Fidesz-Bündnis um Ministerpräsident Victor Orban würde laut aktuellen Hochrechnungen seine 2/3-Mehrheit im Parlament behalten und 134 der 199 Sitze im Parlament auf sich vereinen. Es müssen allerdings noch eine Vielzahl an Stimmen ausgezählt werden.

Update vom 3. April, 22.04 Uhr: Die Stimmauszählung schreitet schnell voran! Mittlerweile sollen rund 48 Prozent ausgezählt worden sein. Die Werte von Fidesz gehen mit jedem Abgleich ein wenig nach unten. Laut aktueller Hochrechnung liegt Fidesz bei mittlerweile nur noch 56,7 Prozent, während EM bei 31,7 Prozent steht. Die rechtsgerichtete Partei Mi Hazank kommt auf 6,5 Prozent.

Hochrechnungen und Ergebnisse der Ungarn-Wahl 2022: Klare Tendenz zeichnet sich ab

Update vom 3. April, 21.57 Uhr: Einer aktuellen Hochrechnung zufolge zeichnet sich mit rund 36 Prozent der ausgezählten Stimmen ein noch immer deutliches Stimmungsbild in Ungarn ab. Fidesz liegt laut der Hochrechnung bei 58,1 Prozent, das Oppositions-Bündnis EM konnte ein wenig zulegen und liegt bei 30,4 Prozent.

Update vom 3. April, 21.38 Uhr: Laut Europe Elects, eine Plattform, welche Ergebnisse verschiedener europäischer Meinungsforschungsinstitute abbildet, sind in Ungarn bereits rund 28 Prozent der Stimmen ausgezählt worden. Europe Elects sieht Fidesz bei 59,4 Prozent, die Opposition bei 29,4 Prozent.

Ergebnisse der Parlamentswahl in Ungarn: Erste Hochrechnungen sehen Fidesz vorne

Update vom 3. April, 21.18 Uhr: Endlich gibt es eine erste Hochrechnung: MTVA, ein Medienunternehmen, finanziert durch den ungarischen Staat und auch in dessen Besitz, veröffentlichte vor wenigen Minuten erste Zahlen. Sie lesen sich wie folgt: Das Parteienbündnis Fidesz mit Ministerpräsident Orban würde laut Hochrechnung auf 61,9 Prozent kommen, das oppositionelle Parteienbündnis EM auf 27 Prozent. Die rechtsgerichtete Partei Mi Hazank kommt dieser Hochrechnung zufolge auf 6,6 Prozent. Weitere Hochrechnungen und folglich auch erste Teilergebnisse werden im Verlauf des Abends veröffentlicht.  

Update vom 3. April, 20.22 Uhr: Eine erste Hochrechnung gibt es zwar noch nicht, aber immerhin kündigte Ungarns Nationales Wahlbüro für 21 Uhr an, erste Daten zu veröffentlichen.

Hochrechnungen und Ergebnisse der Ungarn-Wahl 2022: Stimmauszählung verzögert sich teils

Update vom 3. April, 19.59 Uhr: Noch immer gibt es keine offiziell veröffentlichte Hochrechnung der Ungarn-Wahl 2022. Es ist wohl noch etwas Geduld gefragt. In Ungarn wurden zuletzt unterdessen bereits Manipulations-Vorwürfe in Zusammenhang mit der Wahl laut.

Update vom 3. April, 19.02 Uhr: Offiziell sollten die Wahllokale in Ungarn vor Kurzem ihre Pforten geschlossen haben. In Kürze werden somit die ersten Hochrechnungen erwartet. Dem Sender Euronews zufolge könnten sich jedoch die Stimmauszählungen an einigen Orten des Landes verzögern, da viele Menschen noch in Schlangen anstehen und darauf warten, ihre Stimme abzugeben. Mit bedeutsamen Teilergebnissen darf wohl erst gegen 23 Uhr gerechnet werden.

Hochrechnungen und Ergebnisse bei der Ungarn-Wahl 2022: Kommt es zum politischen Wandel?

Erstmeldung: Budapest - Die kommende Ungarn-Wahl am 3. April 2022 könnte für das Land eine Wendung bedeuten. Der bisherige Ministerpräsident Viktor Orban (ungarisch Viktor Orbán) tritt zur Wahl zwar erneut für das Bündnis seiner Partei Fidesz mit der christlich-demokratischen KDNP an. Allerdings hat er mit dem Bürgermeister der Stadt Hódmezővásárhely, Peter Marki-Zay (ungarisch Péter Márki-Zay), einen großen Konkurrenten.

Der 49-Jährige ist der Kandidat der Oppositionsparteien, die mit diesem Schachzug Orban aus dem Amt wählen lassen wollen. Seine Chancen stehen laut aktuellen Umfragen und Prognosen gar nicht mal so schlecht. Erste Hochrechnungen und Ergebnisse der Wahl gibt es den Erfahrungen nach schon am Wahlabend.

Was wird gewählt?Parlament
WahltagSonntag, 3. April 2022
Gegenkandidat von Viktor OrbanPeter Marki-Zay
Sitze im Parlament199
Wahlkreise106

Ungarn-Wahl 2022: Hochrechnungen nach Schließung der Wahllokale - Ergebnisse folgen danach

Doch wie läuft die Wahl an dem ersten Sonntag im April, über die Merkur.de im News-Ticker berichtet, ab? Die Wahllokale haben nach den Erfahrungen aus der Vergangenheit bis 19 Uhr geöffnet ‒ erste Hochrechnungen gibt es bereits kurz darauf. Es könnte aber durch einen Wählerandrang sein, dass die Lokale etwas länger offen haben. Das war bei der letzten Wahl des Parlaments im Jahr 2018 der Fall. Alle Bürger, die vor 19 Uhr am Wahlort eingetroffen sind, hatten auch nach der offiziellen Schließung noch die Möglichkeit, ihre Stimme abzugeben.

Gleich danach wurden die Wahlzettel ausgewertet. Wie der Spiegel in einem Beitrag von 2018 schreibt, hatte man bei dieser Wahl mit einem vorläufigen Ergebnis gegen Mitternacht gerechnet. So könnte es bei der kommenden Bestimmung des Parlaments wieder ablaufen.

Wahlen in Ungarn: Aus Sorge um Manipulation bei den Ergebnissen ‒ OSZE will Wahlbeobachter schicken

Klar ist auf jeden Fall, dass die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) einen Trupp aus Wahlbeobachtern schon im Vorfeld nach Ungarn schicken will. 200 weitere Beobachter sollen voraussichtlich am Wahltag selbst im Einsatz sein. Der Grund: Es besteht die Befürchtung, dass die Wahl manipuliert werden könnte und die Hochrechnungen beziehungsweise Ergebnisse zugunsten von Viktor Orban und seiner Partei ausfallen.

Ob wirklich manipuliert wird, kann erst der Wahltag selbst zeigen. Eine Schicksalswahl ist es trotzdem: Denn dann wird feststehen, ob Viktor Orban die Politik Ungarns weiter lenken oder ob mit Peter Marki-Zay ein neuer Ministerpräsident im Amt bestätigt wird. (ly)

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