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Boris Johnson.

Er kritisierte Saudi Arabien und den Iran

Mit diesen Äußerungen bringt Boris Johnson sein Land in Verlegenheit

London - Der britische Außenminister Boris Johnson gilt schon lange als Elefant im Porzellanladen. Nun hat er die Regierung von Premierministerin Theresa May erneut in Verlegenheit gebracht.

Das ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, zu dem May versucht, am Persischen Golf gut Wetter bei potenziellen Handelspartnern zu machen. Die Premierministerin kehrte am Donnerstag von einem zweitägigen Besuch aus der Region zurück.

In einem Video, das die britische Zeitung „The Guardian“ am Donnerstag veröffentlichte ist Johnson zu hören, wie er den Verbündeten am Golf beschuldigt, Stellvertreterkriege zu führen und ihm einen Mangel an Führungspersönlichkeiten unterstellt. „Es gibt die Saudis, Iran, jeder beteiligt sich, zieht die Strippen und spielt Stellvertreterkrieg“, sagte Johnson bei einer Konferenz in Rom vergangene Woche.

Obwohl vermutlich viele Experten die Meinung Johnsons teilen, ist dies nicht die Linie der britischen Regierung. Eine Regierungssprecherin bezeichnete die Äußerungen des Außenministers am Donnerstag als „Privatmeinung“ und fügte hinzu, Johnson habe bei einer Reise nach Saudi-Arabien am Sonntag „die Gelegenheit, die Position der Regierung zu erläutern.“ Ein Sprecher des Außenministeriums sagte, Großbritannien unterstütze die Bemühungen Saudi-Arabiens, seine Grenzen zu sichern und seine Bürger zu schützen.

dpa

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