+
Trump und Putin beim G20-Gipfel in Hamburg

Einige Diplomaten müssen raus

Mit dieser Maßnahme reagiert Russland auf die US-Sanktionen

Wladimir Putin reagiert auf die US-Sanktionen gegen Russland: Moskau will vorerst weniger Washingtoner Diplomaten im eigenen Land dulden.

Moskau - Nach dem Beschluss neuer Sanktionen gegen Moskau durch den US-Kongress müssen die USA ihr diplomatisches Personal in Russland reduzieren. Washington müsse bis zum 1. September die Zahl seiner Mitarbeiter in der Botschaft und in den Konsulaten auf 455 senken, teilte das Außenministerium am Freitag in Moskau mit.

Ebensoviele russische Diplomaten sind derzeit in den USA im Einsatz. Ende Dezember hatte der damalige US-Präsident Barack Obama 35 russische Botschaftsangehörige ausgewiesen. Kremlchef Wladimir Putin hatte zunächst auf eine umgehende Antwort verzichtet. Das Außenministerium sagte nun, dass es sich weitere symmetrische Antworten vorbehalte, sollte Washington einseitige Maßnahmen ergreifen.

Streit um Landhäuser - und Hackerangriffe

Zudem teilte das Ministerium mit, dass zum 1. August zwei Landhäuser bei Moskau geschlossen würden, die das US-Personal nutzt. Moskau und Washington streiten sich seit Monaten um zwei Anwesen in den USA, die im Besitz der russischen Botschaft waren. Die USA gehen davon aus, dass von dort aus Geheimdienstaktionen und Hackerangriffe durchgeführt wurden. Russland bestreitet dies. Die Gebäude in New York und Maryland wurden geschlossen.

Zuvor hatte der US-Senat in Washington 

für neue Sanktionen gegen Russland gestimmt

, um die Annexion der Krim und die mutmaßlichen russischen Hackerangriffe während des US-Wahlkampfs im vergangenen Jahr zu ahnden.

Wladimir Putin nannte die Entscheidung eine „Frechheit“

.

dpa/AFP/fn

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

EU-Ratspräsident will Sammelpunkte für gerettete Flüchtlinge
Der Koalitionsstreit in Deutschland hat EU-Politiker aufgeschreckt. Schon beim EU-Gipfel nächste Woche soll eine Lösung her - womöglich mit drastischen Maßnahmen.
EU-Ratspräsident will Sammelpunkte für gerettete Flüchtlinge
Milliarden für Europa: Merkel und Macron wollen gemeinsames Eurozonen-Budget
Bei dem Spitzentreffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Macron in Berlin haben die beiden eine Investitionsoffensive für Europa ausgemacht. 
Milliarden für Europa: Merkel und Macron wollen gemeinsames Eurozonen-Budget
Merkel und Macron wollen Investitionsoffensive für Europa
Meseberg (dpa) - Deutschland und Frankreich wollen eine milliardenschwere Investitionsoffensive in Europa starten. Dazu soll ein Eurozonen-Budget im Rahmen der …
Merkel und Macron wollen Investitionsoffensive für Europa
Mitten im Asylstreit: Trump bezichtigt deutsche Behörden der Lüge
Die Asyl-Krise zwischen Angela Merkel und Horst Seehofer spitzt sich zu. Zwei Wochen hat die Kanzlerin nun Zeit, um einen Bruch abzuwenden. Alle Entwicklungen rund um …
Mitten im Asylstreit: Trump bezichtigt deutsche Behörden der Lüge

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.