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Rückendeckung für den Rechtsaußen: Der stellvertretende AfD-Bundesvorsitzende Alexander Gauland (l) hinter Björn Höcke (r) auf einer AfD-Kundgebung.

Rückendeckung für den AfD-Rechtsaußen

Mit martialischen Worten: Gauland verteidigt Höcke

Rangsdorf - Laut AfD-Chefin Petry ist ein Parteiausschluss des umstrittenen Rechtsaußen Björn Höcke noch nicht vom Tisch. Ganz anders sieht das Bundes-Vize Alexander Gauland. Er verteidigt Höcke mit markigen Worten.

Der Fall Bernd Höcke sorgt weiter für Spannungen in der AfD. Während Parteichefin Frauke Petry den umstrittenen Thüringer AfD-Chef bereits eine „Belastung für die Partei“ nannte, erhält Höcke jetzt von Bundesvize und Brandenburgs Landeschef Alexander Gauland demonstrative Rückendeckung. „Er hat nichts gesagt, wofür er sich schämen müsste“, sagte Gauland am Samstag vor rund 200 AfD-Mitgliedern in Rangsdorf südlich von Berlin. 

Gauland weiter: „Auch ich hätte mir manches in Ton und Inhalt anders gewünscht. Aber, liebe Freunde, wenn die Granaten einschlagen, steht man zusammen“, sagte Gauland und erhielt dafür viel Applaus. 

Höcke hatte mit seiner Forderung nach einer 180-Grad-Wende im Umgang mit der deutschen Vergangenheit bundesweit für Empörung gesorgt. Nach dem Eklat fiel das Ansehen der Partei im ZDF-Politbarometer auf einen Negativrekord. Selbst 46 Prozent der AfD-Anhänger sind laut der Meinungsforscher der Ansicht, dass sich die Partei nicht genug von rechtsextremen Inhalten und Mitgliedern abgrenze.

Gauland sieht sich als Außenpolitiker

Bei der Mitgliederversammlung der Brandenburger AfD sollten 20 Kandidaten für die Landesliste zur Bundestagswahl im September aufgestellt werden. Am Samstag begann die Vorstellungsrunde mit insgesamt 36 Kandidaten. Gauland betonte in seiner Bewerbungsrede, er wolle sich im Bundestag um die Außenpolitik kümmern. Es müsse mit Russland verhandelt werden. Spitzenkandidat soll nach Parteiangaben derjenige werden, der am wenigsten Nein-Stimmen erhält.

mb/dpa

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