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Welches Ergebnis erwartet sie? AfD-Chefin Frauke Petry nannte beim AfD-Landesparteitag in Klipphausen zumindest eine Hausnummer.

„Mit Sicherheit nicht 51 Prozent“

AfD-Chefin Petry lässt sich zu Wahlprognose hinreißen

Klipphausen - Nach dem Eklat um den Rechtsaußen Bernd Höcke ist die AfD im ZDF-Politbarometer auf 11 Prozent abgerutscht. Frauke Petry verriet nun, welches Ergebnis sie bei der Bundestagswahl anpeilt.

Angesichts aktueller Umfrageergebnisse für die Bundestagswahl hat AfD-Chefin Frauke Petry ihre Partei vor zu hohen Erwartungen gewarnt. „Davon lassen wir uns nicht kirre machen“, sagte sie am Samstag in Klipphausen bei Meißen auf einem Landesparteitag der sächsischen AfD. 

Derzeit werde die Partei bei 15 bis 16 Prozent gesehen, behauptete Petry. Im jüngsten ZDF-„Politbarometer“ verschlechterte sich die AfD allerdings um zwei Punkte auf nur noch 11 Prozent. Die Meinungsforscher machen dafür vor allem die fehlende Abgrenzung nach Rechts verantwortlich. So sei nach der heftig kritisierten Rede des Thüringer AfD-Vorsitzenden Björn Höcke das Ansehen der Partei auf einen Negativrekord gefallen. 81 Prozent aller Befragten und selbst 46 Prozent der AfD-Anhänger sind laut Politbarometer der Meinung, dass sich die AfD nicht genug von rechtsextremen Inhalten und Mitgliedern abgrenze.

Potential „nach oben begrenzt“

Obwohl die Regierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ihrer Partei „eine Steilvorlage nach der anderen“ liefere, sei das Potenzial der AfD „nach oben begrenzt“, sagte Petry. Für die Bundestagswahl dürfe man zwar „ein sicheres zweistelliges Ergebnis“ erwarten. „Dieses zweistellige Ergebnis wird aber - das sage ich ganz bewusst - mit Sicherheit nicht 51 Prozent bei der Bundestagswahl heißen.“ Die AfD wolle aber „stärkste Oppositionspartei“ werden, sagte Petry.

Anders als andere, teils Jahrzehnte alte rechtspopulistische Parteien in Europa müsse die AfD „sehr schnell, im Zeitraffer“ ihre Ziele erreichen, sagte Petry. Bei der Bundestagswahl 2021 werde die AfD aber „hoffentlich mehrheitsfähig“ sein.

Lesen Sie auch: So tickte Björn Höcke als Lehrer 

mb/dpa

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