In Südosteuropa werden immer mehr Grenzzäune errichtet. Foto: Georgi Licovski
1 von 6
In Südosteuropa werden immer mehr Grenzzäune errichtet.
Amtshilfe: Ein tschechischer Polizist wird in der mazedonischen Stadt Gevgelija eingesetzt, die ein Transit-Ort auf derBalkanroute ist. FDoto: Nake Batev/Archiv Foto: Nake Batev
2 von 6
Amtshilfe: Ein tschechischer Polizist wird in der mazedonischen Stadt Gevgelija eingesetzt, die ein Transit-Ort auf derBalkanroute ist.
Flüchtlinge drängen sich in einen Zug, der von Mazedonien zur serbischen Grenze fährt. Foto: Georgi Licovski
3 von 6
Flüchtlinge drängen sich in einen Zug, der von Mazedonien zur serbischen Grenze fährt.
Registrierungszentrum für Flüchtlinge auf der griechischen Insel Lesbos. Foto: Orestis Panagiotou
4 von 6
Registrierungszentrum für Flüchtlinge auf der griechischen Insel Lesbos.
Auf der griechischen Insel Kos gibt es massiven Widerstand der Einheimischen gegen ein Registrierungszentrum für Flüchtlinge. Foto: Yannis Kiaris
5 von 6
Auf der griechischen Insel Kos gibt es massiven Widerstand der Einheimischen gegen ein Registrierungszentrum für Flüchtlinge.
Grenzverstärkung: Mazedonische Soldaten errichten einen zweiten Zaun. Foto: Georgi Licovski
6 von 6
Grenzverstärkung: Mazedonische Soldaten errichten einen zweiten Zaun.

Hilfe aus Österreich

Visegrad-Staaten setzen bei Grenzsicherung auf Mazedonien

Prag - Der tschechische Ministerpräsident Bohuslav Sobotka hat sich für die Abriegelung der Balkanroute für Migranten ausgesprochen, falls Griechenland und die Türkei den Zustrom nicht begrenzen können.

"Dann besteht die Möglichkeit, die illegale Wirtschaftsmigration an den Grenzen von Mazedonien und Bulgarien aufzuhalten", sagte der Sozialdemokrat kurz vor einem Treffen der mitteleuropäischen Visegrad-Gruppe in Prag.

Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn warnte Polen, Tschechien, die Slowakei und Ungarn davor, in der Flüchtlingskrise zu einem "Verein der Abtrünnigen" zu werden. Asselborn wies am Rande eines EU-Außenministertreffens in Brüssel darauf hin, dass die sogenannten Visegrad-Länder in der Vergangenheit selbst viel Solidarität erfahren hätten.

Sollten sie sich nun in der Flüchtlingskrise abschotten, werde es in Brüssel sehr schnell die Debatte darüber geben, dass alle, die Solidarität erfahren, auch Solidarität zurückgeben müssten. Dies könne fatal sein, warnte Asselborn am Montag in Brüssel. "Wir dürfen nicht mit dem, was Europa zusammenhält, spielen."

Angesichts der Weigerung der Visegrad-Staaten, sich in der Flüchtlingspolitik solidarischer mit Ländern wie Deutschland zu zeigen, gibt es schon seit längerem Gedankenspiele, ihnen mit einer Kürzung von EU-Mitteln zu drohen. Deutschland ist der größte Nettozahler in der EU. Länder wie Polen und Ungarn gehören hingegen zu den größten Nettoempfängern von EU-Geldern.

dpa

Auch interessant

Meistgesehene Fotostrecken

Israel nimmt nach Anschlag Bruder des Attentäters fest
Israel reagiert mit einer Razzia auf den tödlichen Anschlag auf eine Familie in einer Siedlung im Westjordanland. Nach blutigen Unruhen wegen eines Streits um den …
Israel nimmt nach Anschlag Bruder des Attentäters fest
Machtkampf in Venezuela: Zahl der Todesopfer steigt auf 100
Tote, Drohungen und eine Wahl, die endgültig zur Gewaltexplosion führen kann. Venezuela, reich mit Öl gesegnet, versinkt im Chaos.
Machtkampf in Venezuela: Zahl der Todesopfer steigt auf 100
Blutige Unruhen in Jerusalem: Bilder der Wut und Gewalt
Israel hat den Zugang zum Tempelberg eingeschränkt - daraufhin kam es zu blutigen Ausschreitungen zwischne Palästinensern und israelischer Polizei mit mehreren …
Blutige Unruhen in Jerusalem: Bilder der Wut und Gewalt
Undercover-Polizist: „Ich spüre, dass sich die Menschen hier unsicher fühlen“
In Brüssel ist die Angst vor Anschlagen 16 Monate nach den Explosionen präsent - es herrscht eine Sicherheits-Mentalität. Die Überwachung der Menschen steigt an. Unser …
Undercover-Polizist: „Ich spüre, dass sich die Menschen hier unsicher fühlen“

Kommentare