+
Bayerns Schulminister Ludwig Spaenle (CSU).

Änderung der Mittelschul-Ordnung erzürnt Schulrektoren

Neuer Ärger für Spaenle

  • schließen
  • Dirk Walter
    Dirk Walter
    schließen

München – Neuer Ärger für Schulminister Ludwig Spaenle (CSU): Ein erfolgreiches Projekt wird vom Kultusministerium durch eine kleine Änderung der bayerischen Mittelschul-Ordnung torpediert.

Bayernweit gibt es so genannte Vorbereitungsklassen an den Mittelschulen. Diese ermöglichen es Schülern, nach ihrem qualifizierenden Mittelschulabschluss („Quali“) in zwei Jahren die Mittlere Reife an der Mittelschule abzulegen. Die Schüler wurden bisher von Pädagogen und Schulleitern ausgewählt. Zum Erstaunen vieler Schulleiter schreibt das Kultusministerium nun aber eine Durchschnittsnote von 2,5 vor. „Damit können wir die Schüler nur noch aus einem engen Korridor rekrutieren, da denjenigen, die einen Quali von 2,33 oder besser haben, ohnehin der M-Zug der Mittelschulen offen steht“, sagte der Rektor der Mittelschule Aßling, (Kreis Ebersberg), Michael Pollak. Der Vorsitzende des Rosenheimer CSU-Arbeitskreises Schule & Bildung, Peter Peltzer, ist gleichfalls alarmiert. Er hatte die Vorbereitungsklassen in seiner Zeit als Realschulrektor initiiert. „Wir sind alle sehr enttäuscht“, sagte Peltzer unserer Zeitung. „Die Vorbereitungsklassen sind vor allem für Migrantenkinder gut geeignet.“ Es gebe dann einen „besseren Start in die Ausbildung.“

Das Kultusministerium rechtfertigt die Notengrenze mit Überforderung: Zu viele nicht geeignete Schüler hätten am Ende aufgegeben und somit zwei Jahre „in den Sand gesetzt“. Bei der CSU-Klausur in Kreuth soll das Thema angesprochen werden.  

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

FDP unterstützt Steinmeier als Bundespräsidenten
Berlin - Auf ihre Stimmen ist er zwar nicht angewiesen: Dennoch werden die FDP-Abgeordneten wohl für Frank-Walter Steinmeier als Bundespräsidenten stimmen.
FDP unterstützt Steinmeier als Bundespräsidenten
Streit um US-Botschaft in Jerusalem
Tel Aviv - Jerusalem gilt als zentrale Streitfrage zwischen Israel und den Palästinensern. Trump kündigt nun den Umzug der US-Botschaft in die Stadt an. Die …
Streit um US-Botschaft in Jerusalem
Höcke darf in AfD bleiben
Berlin - Soll Björn Höcke die AfD verlassen? Nach seiner umstrittenen Rede zum Berliner Holocaust-Mahnmal stand das zur Debatte. Der AfD-Parteivorstand hat jetzt aber …
Höcke darf in AfD bleiben
Keine Hinweise auf bevorstehenden Anschlag
Neuss - Er soll Verbindung zu einem Terrorverdächtigen in Wien gehabt haben. Deswegen haben Ermittler die Wohnung eines 21-jährigen durchsucht - allerdings ohne Ergebnis.
Keine Hinweise auf bevorstehenden Anschlag

Kommentare