Bayerns Ex-Finanzminister Kurt Faltlhauser (rechts) und der General Managerdes Intercontinental Resort Berchtesgaden, Jörg Böckeler, auf dem Obersalzberg - damals (24.02.2005) stand das Hotel kurz vor seiner Eröffnung.
+
Bayerns Ex-Finanzminister Kurt Faltlhauser (rechts) undder General Manager des Intercontinental Resort Berchtesgaden, Jörg Böckeler, auf dem Obersalzberg - damals (24.02.2005) stand das Hotel kurz vor seiner Eröffnung.

Faltlhauser: Obersalzberg-Entscheidung war brillant

München - Bayerns früherer Finanzminister Kurt Faltlhauser ( CSU ) hat den Einsatz der staatlichen Landesbank beim Luxushotel am Obersalzberg energisch verteidigt.

Lesen Sie dazu:

"Es war eine brillante Entscheidung", sagte Faltlhauser dem Münchner Merkur (Freitagsausgabe). Man habe durch die Zwei-Säulen-Strategie, ein Dokumentationszentrum und ein Hotel zu bauen, verhindert, dass der Berg eine "Pilgerstätte der Ewiggestrigen" werde. "Hier geht es doch nicht um irgendeine Bergwirtschaft, sondern um ein extrem sensibles Feld! Die ganze Welt hat auf uns geschaut: Wie geht Bayern nach dem Rückzug der Amerikaner vom Obersalzberg mit diesem Gelände um?", sagte Faltlhauser. Die Verluste würden plangemäß sinken, sagte er, und seien "ein bewusster Preis für eine politische Idee. Ich fände es empörend, diese hoch politische Entscheidung an Millimetern der Hotel-Auslastung festzumachen. Es läuft voll nach Plan."

Faltlhauser forderte den Landesbank-Vorstand auf, sich aus der Debatte um einen Verkauf des Hotels herauszuhalten. "Ich finde es irritierend, wenn sich der Bank-Vorstand in diese Richtung äußert. Das ist eine Entscheidung des Eigners." Keinesfalls dürfe man das Luxushotel "an den Nächstbietenden verkaufen. Das kann man nicht irgendwem in die Hände geben." Faltlhauser sprach sich allerdings klar gegen ein weiteres Hotel-Projekt einer Landesbank-Tochter aus. Das Schlosshotel am Wörthersee, das über eine österreichische Landesbank-Beteiligung läuft, könne verkauft werden. Er habe schon vor Jahren gesagt: "Weg mit dem Schlosshotel! Viel zu teuer, viel zu groß, dafür gibt es keine Rechtfertigung. Das kann man jederzeit von mir aus einem arabischen Scheich oder sonstwem verkaufen. Aber um Gottes Willen nicht den Obersalzberg! Dort braucht es einen sehr verlässlichen Eigner."

Von Christian Deutschländer

Auch interessant

Kommentare