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MM-Redakteur Sebastian Horsch.

Armut bei Alleinerziehenden

Ausbleibende Unterhaltszahlungen: Härter zulangen

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Fast 40 Prozent der Alleinerziehenden in Deutschland sind auf Hartz IV angewiesen. Die Folge: Trennungskinder leiden oft unter Armut. Die Grünen fordern deshalb eine Grundsicherung, die den wirklichen Bedarf Alleinerziehender unbürokratisch absichert. Ein Kommentar von MM-Redakteur Sebastian Horsch.

Das Kinderhilfswerk betont, wie wichtig flexible Betreuungs-Möglichkeiten und Weiterbildungen sind, damit Alleinerziehenden der Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt gelingt.

Alles gut, alles richtig. Doch in vielen Fällen ist der Grund für die finanziellen Probleme Alleinerziehender ein ganz einfacher: Der andere – meistens der Vater – zahlt seinen Anteil nicht. Bei drei von vier Alleinerziehenden kommt kein oder nur zu geringer Unterhalt an, berichtet die Bertelsmann-Stiftung. Klar, da mag es Fälle geben, in denen tatsächlich nicht genug Geld da ist. Es gibt aber auch mehr als genug, in denen ganz einfach keine Zahlungsbereitschaft da ist.

Ist das so, muss der Staat deutlich härter zulangen. In Großbritannien drohen in solchen Fällen Pfändungen oder auch der Entzug des Führerscheins. Das sind natürlich drastische Maßnahmen, aber: Ist das wirklich zu hart, wenn sich jemand weigert, für das Leben seines Kindes zu bezahlen, obwohl er es könnte?

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