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Mazedoniens Staatspräsident Branko Crvenkovski bei EU-Chefdiplomat Javier Solana in Brüssel.

Mazedonien hofft auf baldige EU-Beitrittsverhandlung

Brüssel - Die frühere jugoslawische Republik Mazedonien hofft auf den baldigen Beginn von Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union.

“Unsere Integration in die EU ist unsere größte Priorität“, sagte Staatspräsident Branko Crvenkovski nach einem Abschiedsbesuch bei EU-Chefdiplomat Javier Solana am Mittwoch in Brüssel. Crvenkovski, der seit Mai 2004 im Amt war, hatte auf eine Kandidatur bei den Präsidentenwahlen von Anfang April verzichtet.

Mazedonien ist seit Dezember 2005 offiziell Beitrittskandidat, doch hat die EU bisher die Verhandlungen noch nicht begonnen. Die EU- Kommission fordert größere Anstrengungen zur Bekämpfung der Korruption, im Bereich der Rechtsstaatlichkeit und für das Funktionieren der öffentlichen Verwaltung. Zudem ist der Streit mit Griechenland um den Namen des Staates - Athen lehnt den von Skopje gewünschten Namen Republik Mazedonien ab - nach wie vor ungelöst. Er blockiert auch den von Mazedonien gewünschten Beitritt zur NATO.

Crvenkovski sagte, er sehe in Mazedonien “so viel politischen Willen und politische Kapazität“, dass er überzeugt sei, sein Land werde in den kommenden fünf bis sechs Monaten alle Voraussetzungen für den Beginn von Beitrittsverhandlungen mit der EU erfüllen.

dpa

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