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Im vergangenen Dezember hat in Guinea das Militär die Macht im Lande übernommen.

Übergriffe des Militärs in Guinea häufen sich

Nairobi/Dakar - Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat über zunehmende Übergriffe des Militärs in Guinea geklagt.

Seit der Machtübernahme durch das Militär im vergangenen Dezember plünderten Gruppen schwer bewaffneter Soldaten Büros, Geschäfte und Privathäuser, berichtete die Organisation in einer am Montag in Dakar veröffentlichten Mitteilung. “Die Straffreiheit dieser Soldaten muss ein Ende finden“, sagte Corinne Dufka, Westafrika-Expertin bei HRW. Die Anführer des Militärputsches müssten das Militär unter Kontrolle bekommen und Übergriffe verfolgen.

Eine Gruppe von Offizieren hatte im vergangenen Dezember nach dem Tod von Präsident Lansana Conté die Macht in dem westafrikanischen Kleinstaat übernommen und die Bekämpfung von Korruption im öffentlichen Leben angekündigt. Hauptmann Moussa Dadis Camara, der Führer des Militärcoups, setzte die Verfassung außer Kraft und kündigte Wahlen noch in diesem Jahr an.

Beim Vorgehen gegen korrupte Geschäftsleute, mutmaßliche Drogenhändler und andere sei es jedoch unter dem Vorwand von Ermittlungen und Durchsuchungen zu Gewalttaten, Erpressungen und Diebstählen gekommen, berichtete HRW unter Berufung auf Opfer und Anwälte.

dpa

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