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Hubert Haderthauer.

Suspendierter Landgerichtsarzt

Modellbau-Affäre: Geldstrafe für Hubert Haderthauer

München - Es ist ein erster Schlussstrich unter die Causa Haderthauer: Nachdem die Ex-Staatskanzleichefin Christine Haderthauer einen Strafbefehl akzeptiert hat, wird ihr Ehemann zu einer Geldstrafe verurteilt.

In der sogenannten Modellbau-Affäre ist der suspendierte Landgerichtsarzt Hubert Haderthauer wegen Steuerhinterziehung und versuchten Betrugs zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Der Mann der früheren Staatskanzleichefin Christine Haderthauer muss eine Summe von 18 900 Euro zahlen, befand das Landgericht München II am Donnerstag in seinem Urteil. Es folgte damit weitgehend der Argumentation der Staatsanwaltschaft, die aber eine Verurteilung des 59-Jährigen wegen vollendeten Betrugs gefordert hatte. Beim Strafmaß blieb die Kammer klar hinter der Forderung der Anklage nach einer elfmonatigen Bewährungsstrafe zurück.

Die Eheleute Haderthauer waren bis 2008 nacheinander Miteigentümer des Unternehmens Sapor Modelltechnik, das teure Modellautos verkaufte, die von Straftätern in der Psychiatrie gebaut wurden. Wichtigster Konstrukteur war ein verurteilter Dreifachmörder.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Haderthauer vier dieser Autos im Wert von zusammen 60.000 Euro für sich aus dem Betrieb entnommen und beim Verkauf der Firma verschwiegen hatte. Damit habe er seinen früheren Mitgesellschafter Roger Ponton täuschen wollen. Eine Anzeige Pontons hatte die Ermittlungen einst ins Rollen gebracht.

Der Vorsitzende Richter Rupert Heindl sagte in der Urteilsbegründung, Haderthauer habe gewusst, was die Autos kosten. Er habe gewusst, dass er sie behalten habe. Und beides habe er seinem Rechtsanwalt, der die Vergleichverhandlungen mit Ponton führte, verschwiegen. Das Gericht ging aber schlussendlich nur von einem versuchten Betrug aus. Zudem sah es das Gericht als erwiesen an, dass Haderthauer Provisionen aus dem Verkauf von Modellautos nicht beim Finanzamt angegeben hatte.

Bei der Festlegung des Strafmaßes berücksichtigte das Gericht nach Angaben Heindls das belastende „Drumherum“ für Haderthauer. Man sei zu der Auffassung gekommen, dass eine Geldstrafe ausreiche. Zudem verwies Heindl auf das parallel laufende Disziplinarverfahren gegen Haderthauer, wo diesem die Entfernung aus dem Beamtenverhältnis droht. „Dieses Damoklesschwert schwebt über Ihnen“, sagte Heindl auch mit Blick auf die Tagessätze.

Christine Haderthauer hatte 2014 im Zuge der Affäre als Staatskanzleichefin zurücktreten müssen. Sie selbst akzeptierte in der vergangenen Woche einen Strafbefehl über 30 Tagessätze.

dpa

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