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Die einstige CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer und Mann Hubert Haderthauer.

Ex-Partner will mehr Geld

Modellbau-Affäre: Nachforderung an Haderthauers

Das Landgericht München I befasst sich erneut mit der sogenannten Modellbau-Affäre. Ein ehemaliger Geschäftspartner verlangt mehr Geld vom Ehepaar Haderthauer.

München - Vor einer Zivilkammer verlangt ein ehemaliger Geschäftspartner von Christine und Hubert Haderthauer mehr Geld von dem Ehepaar sowie der Erbin des letzten Inhabers der Sapor Modelltechnik. Am Donnerstag befasste sich das Gericht vor allem mit Detailfragen zu den vom Kläger neu eingereichten Anträgen. Erörtert wurde auch, ob eine gütliche Einigung möglich ist, zunächst aber ohne Ergebnis. Als neuer Termin wurde der 7. Juni bestimmt.

Die Eheleute Haderthauer waren bis 2008 nacheinander Miteigentümer des Unternehmens Sapor Modelltechnik, das teure, von Straftätern in der Psychiatrie gebaute Modellautos verkaufte. Der ehemalige Mitgesellschafter beschuldigte die Haderthauers, ihn um mehrere Zehntausend Euro betrogen zu haben. Betrugsermittlungen gegen Christine Haderthauer wurden eingestellt; die Politikerin akzeptierte aber einen Strafbefehl wegen eines möglichen Verstoßes gegen die Abgabenordnung. Sie war im Zuge der Affäre als Staatskanzleichefin zurückgetreten. Ihren Ehemann verurteilte das Landgericht München II wegen Steuerhinterziehung und versuchten Betrugs zu einer Geldstrafe.

Im Zivilstreit hatten der Geschäftsmann und Hubert Haderthauer im Jahr 2011 einen Abfindungsvergleich geschlossen, wonach der Kläger 20 000 Euro erhielt. Später aber sah er sich bei den damaligen Verhandlungen getäuscht und machte Nachforderungen geltend. Dabei verlangt er in einer Stufenklage zunächst verschiedene Auskünfte, um so den korrekten Wert seines damaligen Gesellschaftsanteils zu ermitteln und danach seine Ansprüche zu beziffern. Die Landgerichtskammer hatte über die Nachforderung des Mannes bereits 2016 verhandelt und gefordert, seine Anträge zu überarbeiten.

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