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Sebastian Horsch.

Merkur-Kommentar

Mögliche Grenzschließung in Bayern: Vor allem ein Signal

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München - Dass Bayern sich darauf vorbereitet, die Landespolizei zur Grenzsicherung einzusetzen ist logisch. Wer dem Bund Hilfe anbietet, muss schließlich auch bereit sein, sie im Ernstfall zu leisten. Alles andere wäre zunächst verantwortungslos und später blamabel, findet unser Autor Sebastian Horsch.

Doch selbst mit vereinten Kräften dürfte es für Freistaat und Bund eine große Aufgabe werden, wirklich strenge Grenzkontrollen langfristig aufrecht zu erhalten. Die Bundespolizei alleine würde nicht länger als ein, zwei Wochen durchhalten, ist in der „Welt am Sonntag“ zu lesen. Mehr sei personell nicht drin. Wer in den September des vergangenen Jahres zurückdenkt, als die Grenzkontrollen in Bayern an einigen Übergängen wieder eingeführt wurden, der erinnert sich auch an Beamte am Rande der Erschöpfung. Und um die Grenzen komplett zu schließen, müssten im südlichen Bayern – von Lindau bis Passau – an 58 Grenzübergängen, stationäre Kontrollen stattfinden. Dazu kämen Eisenbahnübergänge, Fuß- und Radwege.

Das weiß auch die Bundesregierung, weshalb man sich wundern kann, warum sie das bayerische Angebot nicht zu schätzen weiß. Doch sollte Berlin tatsächlich die Grenzen schließen, wäre das eigentliche Ziel dahinter wohl, damit deutliche Botschaften zu versenden. An die Flüchtlinge: Es gibt keine Einladung. An einige europäische Länder: Wir können auch anders. Es wäre also vor allen Dingen ein politisches Signal. Und das würde auch gehört, wenn die Grenzen nur kurzfristig zu wären.

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