+
Die Wut der Palästinenser hat viele Gründe. Die Friedensverhandlungen mit Israel liegen seit eineinhalb Jahren brach, und der israelische Siedlungsausbau geht immer weiter. Foto: Abir Sultan/Archiv

Angreifer nach Messerattacke in Jerusalem erschossen

Jerusalem (dpa) - Ein Palästinenser hat in Jerusalem einen israelischen Polizisten mit einem Messer angegriffen. Dieser erschoss daraufhin den Angreifer, bestätigte eine Sprecherin der israelischen Polizei.

Der Polizist blieb unverletzt, weil das Messer des Angreifers an der kugelsicheren Weste des Beamten abprallte. Der Vorfall ereignete sich beim Löwentor am Eingang zur historischen Altstadt von Jerusalem. In den letzten Tagen war die Gegend immer wieder Schauplatz von Messerangriffen palästinensischer Attentäter.

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini hat angesichts der angespannten Lage im Nahen Osten Besonnenheit angemahnt. In Telefonaten am Sonntagabend mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas betonte sie die Notwendigkeit, provozierendes Handeln zu unterlassen. "Es sind bereits zu viele Menschen gestorben", hieß es in einer Mitteilung ihres Büros.

Mogherini rief die Konfliktparteien darin auch zu einer raschen Wiederbelebung eines "glaubwürdigen politischen Prozesses" auf. Dies sei der einzige Weg, die Situation zu beruhigen. Die Gewalt zwischen Palästinensern und Israelis hat seit etwa zwei Wochen wieder stark zugenommen.

Mogherini-Mitteilung

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Linke legt Machtkampf bei
Potsdam (dpa) - Die bisherigen Fraktionschefs der Linken im Bundestag, Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch, sollen die Fraktion weiter anführen. 
Linke legt Machtkampf bei
Linke legt Machtkampf bei - Kompromiss passiert Fraktion
Die bisherigen Fraktionschefs der Linken im Bundestag, Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch, sollen die Fraktion weiter anführen.
Linke legt Machtkampf bei - Kompromiss passiert Fraktion
Kurden-Präsident Barsani gibt Rivalen Schuld für Gebietsverluste
Kurden-Präsident Massud Barsani hat politischen Rivalen die Schuld für den Verlust kurdisch kontrollierter Gebiete an Iraks Sicherheitskräfte gegeben.
Kurden-Präsident Barsani gibt Rivalen Schuld für Gebietsverluste
Straßburger Gericht stärkt Alexej Nawalny Rücken
Der Justizstreit des Oppositionellen Nawalny mit den russischen Behörden bekommt einer weitere Wendung. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte bewertet ein …
Straßburger Gericht stärkt Alexej Nawalny Rücken

Kommentare