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Der zwangsweise in der Psychiatrie untergebrachte Nürnberger Gustl Mollath hat in einem Fernsehinterview Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer gedankt.

"Vielleicht bewegt sich etwas"

Mollath bedankt sich bei Seehofer

München - Der zwangsweise in der Psychiatrie untergebrachte Nürnberger Gustl Mollath hat in einem Fernsehinterview Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer gedankt.

„Ich bin Horst Seehofer dankbar. Er soll keinen Einfluss nehmen auf das Verfahren, aber er hat dazu beigetragen, dass sich vielleicht etwas bewegt“, sagte Mollath im Interview mit dem Politikmagazin „Kontrovers“ des Bayerischen Fernsehens, das am Mittwochabend (21.15 Uhr) ausgestrahlt werden sollte. „Ich habe das als eine menschliche Handlung empfunden“, betonte Mollath.

Der Streit um die Zwangsunterbringung Mollaths im Bezirkskrankenhaus in Bayreuth sorgt seit Wochen für Schlagzeilen und hat Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) in Bedrängnis gebracht. Wie Merk hatte Seehofer sich dafür ausgesprochen, den Fall Mollath neu zu prüfen. „Ich wünsche mir Aufklärung und hoffe auf ein ordentliches Wiederaufnahmeverfahren, an dem die Öffentlichkeit teilnehmen kann“, sagte Mollath zu der mittlerweile eingeleiteten Prüfung des Falls.

Er ist seit 2006 in einer forensischen Klinik, unter anderem weil er seine Frau misshandelt haben soll. Mehrere Gutachter haben ihm Gefährlichkeit bescheinigt. Brisant ist der Fall, weil Mollath seine Frau und andere Mitarbeiter der HypoVereinsbank sowie Bankkunden bereits vor Jahren beschuldigte, in Schwarzgeldgeschäfte verwickelt zu sein. Die Staatsanwaltschaft leitete keine Ermittlungen ein, aber die vor kurzem bekanntgewordene bankinterne Untersuchung bestätigte manche Vorwürfe.

dpa

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