Deutsche Journalistin Mesale Tolu kommt aus türkischem Gefängnis frei - doch es gibt zwei Auflagen

Deutsche Journalistin Mesale Tolu kommt aus türkischem Gefängnis frei - doch es gibt zwei Auflagen
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Präsident Evo Morales und sein Stellvertreter Alvaro Garcia Linera sangen nach ihrer Rückkehr nach La Paz gemeinsam mit zahlreichen Anhängern die Nationalhyme Boliviens.

Morales: "Provokation des gesamten Kontinents"

La Paz - Der bolivianische Präsident Evo Morales ist nach einer ungewöhnlichen Blockade seines Flugzeugs in Europa wieder in Bolivien eingetroffen.

Bei der Ankunft wetterte er vor rund hundert Anhängern gegen die USA, die er für seinen 14-stündigen Stopp auf dem Wiener Flughafen verantwortlich machte. „Es ist eine offene Provokation des gesamten Kontinents, nicht nur des Präsidenten“, sagte Morales in der Nacht zum Donnerstag (Ortszeit). „Ich bedauere das, aber ich muss sagen, dass sich einige europäische Länder vom nordamerikanischen Imperialismus befreien sollten“, sagte er.

Morales war nach Angabe seiner Regierung auf dem Rückflug von Moskau der Luftraum von Frankreich, Portugal und Spanien gesperrt worden. Grund sei der Verdacht gewesen, der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden könnte an Bord sein, der wegen seiner Aufdeckung von US-Spionageprogrammen auf der Flucht ist.

Snowden war offenbar nicht in Morales' Flugzeug. Der Vorfall hat in Lateinamerika Empörung ausgelöst. „Das ist eine Demütigung einer Schwesternation und des südamerikanischen Kontinents“, sagte die argentinische Präsidentin Christina Fernández. Die Umleitung des Flugzeugs des bolivianischen Präsidenten sei ein „Überrest des Kolonialismus, den wir glaubten komplett überwunden zu haben“.

Ecuadors Außenminister Ricardo Patino sagte, die Präsidenten von Argentinien, Venezuela, Peru, Ecuador, Bolivien, Suriname und möglicherweise Uruguay kämen am Donnerstag zu einem Treffen im bolivianischen Cochabamba zusammen, um über den Fall zu sprechen.

Luftfahrtexperten sagten, den Überflug eines Präsidentenjets zu verhindern und selbst dessen Durchsuchung sei nach Völkerrecht möglich, aber ohne Beispiel in der jüngeren Geschichte. Das bolivianische Außenministerium bestellte unterdessen die Botschafter Frankreichs und Portugals ein.

AP enw kd/tjk n1

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