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Moskau: Bisher keine Einigung über Gefangenenaustausch

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Antony Blinken
Kämpft um die Freilassung der in Moskau inhaftierten US-Basketballerin Brittney Griner und ihres Landsmanns Paul Whelan: US-Außenminister Blinken. © Andrew Harnik/AP/dpa

Erstmals seit der russischen Invasion in der Ukraine wollte Washington mit dem Kreml sprechen - das Thema: ein Gefangenenaustausch. Doch ein konkretes Ergebnis lässt bisher auf sich warten.

Moskau - Russland und die USA haben sich nach Angaben aus Moskau bislang auf keinen Gefangenenaustausch einigen können.

Nach einem Vorstoß der US-Regierung teilte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, mit, ein konkretes Ergebnis sei in der Frage des Austauschs von zwei US-Bürgern bisher nicht erzielt worden. Auch Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, es gebe noch keine Einigung.

US-Außenminister Antony Blinken hatte mitgeteilt, bei einem Telefonat „in den kommenden Tagen“ mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow solle es um die Freilassung der in Moskau inhaftierten US-Basketballerin Brittney Griner und ihres Landsmanns Paul Whelan gehen. Griner muss sich derzeit wegen eines Drogendelikts vor einem russischen Gericht verantworten. Whelan ist wegen Spionage im Juni 2020 zu 16 Jahren Haft verurteilt worden.

Spekuliert wird darüber, dass die beiden Amerikaner gegen den in den USA inhaftierten russischen Waffenhändler Viktor But ausgetauscht werden könnten. Sacharowa sagte, dass bei den Verhandlungen die Interessen beider Seiten berücksichtigt werden müssten.

Bei einem Gipfeltreffen in Genf Mitte Juni vorigen Jahres hatten US-Präsident Joe Biden und Russlands Staatschef Wladimir Putin über einen möglichen Austausch von Gefangenen gesprochen. Im April tauschten die USA und Russland - nach Moskaus Einmarsch in die Ukraine - den russischen Staatsbürger Konstantin Jaroschenko gegen den US-Amerikaner Trevor Reed aus.

Nach Darstellung von Sacharowa hatten Putin und Biden ihren Behörden im vergangenen Jahr die Aufgabe erteilt, Verhandlungen über den Austausch von Gefangenen zu führen. Das Verhältnis zwischen Moskau und Washington ist seit langem zerrüttet, seit Beginn von Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine herrscht weitgehend Funkstille. dpa

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