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Demonstrationen in Russland - Nawalny in Moskau.

Russlandweite Kundgebungen

Putin-Kritiker Nawalny nach Festnahme bei Kundgebung wieder frei

Bei den landesweiten Protesten gegen Russlands Präsident Wladimir Putin ist am Samstag Oppositionsführer Alexej Nawalny festgenommen worden. Mitternacht durfte der Putin-Kritiker wieder gehen.

Moskau - Der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny ist nach seiner Festnahme bei einer Kundgebung in Moskau laut eigener Aussage vorerst wieder auf freiem Fuß. Die Polizei habe ihn kurz nach Mitternacht gehen lassen, erklärte der Kremlkritiker am frühen Sonntagmorgen auf Twitter.

Ihm werde die Organisation einer öffentlichen Veranstaltung und Widerstand gegen die Polizei vorgeworfen. Eine Anwältin seiner Stiftung zur Bekämpfung von Korruption sagte der russischen Nachrichtenagentur Interfax, ein Moskauer Gericht werde sich am 11. Mai mit dem Fall befassen.

Landesweite Proteste gegen Präsident Wladimir Putin

Der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny war am Samstag bei einer Kundgebung in Moskau festgenommen worden. Das berichteten russische Agenturen am Samstag von der Demonstration mehrerer Tausend Menschen im Stadtzentrum. Nawalny hatte seine Anhänger landesweit zu Protesten gegen Präsident Wladimir Putin aufgerufen, der am Montag seine vierte Amtszeit beginnt.

Nach Angaben des Bürgerrechtsportals OVD-Info nahm die Polizei bis Samstagmittag russlandweit etwa 200 Menschen fest. Nach Angaben des Nawalny-Stabes fanden Aktionen in mehr als 90 Großstädten des Landes statt. Zu Putins Amtseinführung 2012 waren die Proteste allerdings stärker gewesen.

Putin hatte die Präsidentschaftswahl im März mit mehr als 76 Prozent der Stimmen klar gewonnen - nicht zuletzt weil sein Hauptwidersacher Nawalny von der Wahl ausgeschlossen war. Putin wird am Montag für seine vierte Amtszeit als Präsident vereidigt.

dpa, mke

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