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Polizisten demonstrieren in Athen.

Vor Schäuble-Besuch

Motorrad-Proteste in Athen

Athen - In Griechenland spitzen sich wenige Tage vor dem Besuch von Finanzminister Wolfgang Schäuble die Proteste gegen die Sparpolitik zu.

Am Montag fuhren streikende Polizisten zunächst auf Motorrädern mit heulenden Sirenen durch Athen. Anschließend blockierten sie vor dem Sitz der Regierungspartei Nea Dimokratia den Verkehr. Landesweit setzten Kommunalbehörden für drei Tage ihre Dienste aus, um gegen den geplanten Stellenabbau zu protestieren, der vor allem die lokale Verwaltung treffen wird.

Für den (morgigen) Dienstag hatten die Gewerkschaften bereits vergangene Woche zu einem Generalstreik aufgerufen. Am selben Tag soll das Parlament über die jüngsten Sparpläne der Regierung abstimmen. Diese sehen vor, den Öffentlichen Sektor mit seinen derzeit rund 670 000 Beschäftigten zu reduzieren und bis Ende 2014 rund 15 000 Beschäftigte zu entlassen. Weitere 12 500 sollen noch im laufenden Jahr versetzt werden, um an anderer Stelle effizienter zu arbeiten.

Die Reform des öffentlichen Diensts ist Voraussetzung für die Auszahlung der kürzlich von den internationalen Gläubigern zugesagten 6,8 Milliarden Euro an neuen Krediten.

Das hoch verschuldete Land hatte 2010 bei Europäischer Union (EU) und Internationalem Währungsfonds (IWF) einen milliardenschweren Rettungskredit beantragt. Die Wirtschaft steckt seit sechs Jahren in der Rezession. Die Arbeitslosigkeit betrug im März, dem jüngsten verfügbaren Datum, 26,8 Prozent.

Schäuble wird am Donnerstag in Athen erwartet.

AP

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