Was sie in Ungarn bewirken

Drei Münchner im Video: So geht Flüchtlingshilfe in Ungarn

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München - Drei Münchner sind zur Flüchtlingshilfe nach Ungarn gereist, um sich der Intereuropean Human Aid Association anzuschließen. Mittlerweile koordinieren sie die Freiwilligen-Hilfe.

Sie verwandelten innerhalb von 1,5 Tagen einen Sammelpunkt von Flüchtlingen in eine Mini-Stadt, in der täglich 5000 Flüchtlinge notdürftig versorgt werden können. Drei Münchner gehen in der Flüchtlingskrise mit gutem Beispiel voran. Judith Ruppert, Alexander Rossen und Daniel Überall wollen Flüchtlingen beistehen. Schnelle und effiziente Hilfe ist ihr größtes Anliegen. Daher rief das Trio über Facebook Anfang September zu einem Spendenaufruf auf. Das Ziel der Drei: Hilfsgüter nach Ungarn bringen. Die Resonanz war erfreulich. "Innerhalb weniger Stunden hatten wir drei große Transporter voll", sagte Überall der Süddeutschen Zeitung

Münchner Flüchtlingshelfer schließen sich mit IHA zusammen

Auf dem Weg nach Budapest erfuhren die Helfer von der Räumung des Flüchtlingslagers durch die ungarische Regierung in deren Hauptstadt. Daher ging es für die Münchner Flüchtlingshelfer weiter nach Röszke an die serbisch-ungarische Grenze. "Angesichts der Tatsache, dass sich die Brennpunkte der sogenannten Flüchtlingskrise aktuell schnell verlagern, haben Flexibilität und Vernetzung höchste Priorität", teilte Überall der SZ weiter mit. Das Netzwerk aus der Münchner Flüchtlingshilfe schloss sich deshalb mit der Intereuropean Human Aid Association (IHA) zusammen, die kurz zuvor vom Österreicher Wolfgang Breuer gegründet wurde, sie riefen innerhalb weniger Stunden die Internetseite der IHA ins Leben. 

Münchner verwandeln Sammelpunkt für Flüchtlinge in Flüchtlings-Ort

Die ersten Eindrücke aus Röszke waren katastrophal. Das Trio fand menschenunwürdige und chaotische Bedingungen vor. Daher entschlossen sich die Münchner, aufzuräumen und die Prozesse zu verbessern. Sie mieteten zwei Gewächshäuser an, eines wurde als Warenlager umfunktioniert und das zweite als Schlafplatz für Familien mit Kindern eingerichtet. Mit der Unterstützung von weiteren freiwilligen Helfern vor Ort gelang es dem Trio, in 1,5 Tagen aus dem Sammelpunkt für Flüchtlinge eine Mini-Stadt aufzubauen. Ohne jegliche behördliche Hilfe entstanden ein Schlafbereich, ein Essensbereich und ein Sanitärbereich, sodass täglich 5000 Flüchtlinge notdürftig versorgt werden könnten. 

Wintertemperaturen werden lebensbedrohlich

Allerdings steht den vielen Flüchtlingen ein weiteres großes Problem bevor: Der Winter naht, und schon jetzt sind die geringen Temperaturen lebensbedrohlich. Doch die Drei kämpfen weiter für das Wohl der Zureisenden und koordinieren mittlerweile Fahrten von freiwilligen Helfern an die EU-Außengrenzen. Denn: "Schnelle Hilfe von Freiwilligen ist die einzige Hilfe vor Ort", gibt Judith Ruppert auf der Internetseite der IHA an.

Die Flüchtlingshelfer Judith Ruppert, Alexander Rossen und Daniel Überall teilen in einem Video-Clip auf der IHA-Internetseite ihre Eindrücke der Rettungsmission mit.

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