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Dieter Reiter

Er soll Christian Ude folgen

Dieter Reiter zum OB-Kandidaten gekürt

München - Reine Formsache: Die Münchner SPD hat den Wirtschaftsreferenten Dieter Reiter offiziell zu ihrem Oberbürgermeister-Kandidaten gewählt - mit nur einer Gegenstimme.

113 Delegierte stimmten am Donnerstagabend für Reiter. Die Sozialdemokraten hatten sich bereits vor zwei Jahren auf den 55-Jährigen als Kandidaten für die Nachfolge von Oberbürgermeister Christian Ude geeinigt. Nach gut 20 Jahren im Amt kann Ude (66) bei der Wahl im März 2014 aus Altersgründen nicht mehr antreten. Reiter ist sein Wunschkandidat.

München sei wirtschaftlich erfolgreich, habe eine hohe Lebensqualität, solide Stadtfinanzen und eine gute soziale Infrastruktur, sagte Reiter. Die Stadt biete ein vielfältiges Angebot an Kunst, Kultur, Wissenschaft und Sport. Als zentrales Thema hätten ihm die Menschen bei seinen Auftritten stets bezahlbares Wohnen genannt. Dafür werde er sich einsetzen. Umso mehr ärgere ihn, dass die Aktivisten einer fiktiven „Goldgrund Immobilien“ erneut ein fast leerstehendes städtisches Haus entdeckt hätte - mitten in der Stadt. „So etwas können wir uns nicht leisten, in einer Stadt in der Wohnraum zum knappsten Gut zählt, das es überhaupt gibt.“

Der Nominierungsparteitag stand unter dem Motto „Zukunft planen und Wachstum sozial gestalten“. Reiter wolle auf dem aufbauen, was Sozialdemokraten wie Thomas Wimmer, Hans-Jochen Vogel, Georg Kronawitter und Christian Ude als Münchner Oberbürgermeister geleistet hätten, hieß es. München ist seit Jahrzehnten fest in SPD-Hand. Nur einmal in der Nachkriegszeit schaffte es mit Erich Kiesl 1978 ein CSU-Politiker, den OB-Sessel für eine Amtszeit zu ergattern.

dpa

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