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Emmerson Mnangagwa soll neuer Präsident Simbabwes werden.

Nach Rückkehr aus dem Exil

Mugabes designierter Nachfolger soll am Freitag vereidigt werden

Nachdem Robert Mugabe am Dienstag zurückgetreten ist, kehrt sein designierter Nachfolger aus dem Ausland zurück. Emmerson Mnangagwa, genannt „Das Krokodil“, soll am Freitag als neuer Präsident vereidigt werden..

Harare - Nach dem Rücktritt von Simbabwes Langzeitpräsident Robert Mugabe kehrt sein designierter Nachfolger Emmerson Mnangagwa aus dem selbst gewählten Exil zurück. Ersoll am Freitag als neuer Präsident Simbabwes vereidigt werden. Das meldete der staatliche Rundfunk am Mittwoch auf seiner Website.

Der 75 Jahre alte frühere Vizepräsident werde am frühen Mittwochnachmittag bei Harare landen und sich an die Öffentlichkeit wenden, erklärte ein Beamter des Informationsministeriums. Mugabe (93) hatte Mnangagwa Anfang November als Vize entlassen. Mnangagwa, bekannt unter seinem Spitznamen „Das Krokodil“, floh daraufhin aus Angst um seine Sicherheit ins Ausland.

Offizielle Erklärung am Mittag

Parlamentspräsident Jacob Mudenda wollte am Mittag ebenfalls eine offizielle Erklärung zur Nachfolge Mugabes abgeben. Nach Mugabes Rücktritt am Dienstag war zunächst unklar geblieben, wer das Land im südlichen Afrika bis zu der bereits für 2018 geplanten Wahl führen würde. Tausende Menschen feierten nach Mugabes Rücktrittserklärung bis spät in die Nacht in den Straßen der Hauptstadt Harare.

Mnangagwa genießt den Rückhalt der Regierungspartei Zanu-PF und der Militärführung. Die Armee hatte in der vergangenen Woche die Kontrolle im Land übernommen, woraufhin sich Mugabes bisherige Unterstützer in Windeseile von ihm abwendeten. Mugabe war in Simbabwe seit 1980 an der Macht. Unter seiner Führung wurde aus der stolzen Kornkammer des südlichen Afrikas ein Armenhaus.

dpa

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