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Mullah Mansur.

Pakistan

Talibanführer Mansur offenbar bei Schießerei getötet

Islamabad - Der Anführer der Taliban, Mullah Mansur, ist offenbar bei einer Schießerei schwer verletzt worden. Laut Regierungskreisen hat der Mann nicht überlebt.

Mullah Mansur, Anführer der radikal-islamischen Taliban in Afghanistan, ist bei einer Schießerei im pakistanischen Quetta verletzt worden. Das erfuhr die dpa am Donnerstagmorgen aus pakistanischen Talibankreisen.

„Wir haben erfahren, dass er während eines internen Treffens in Kuchlak außerhalb von Quetta angeschossen wurde. Er ist schwer verletzt. Nur Gott weiß, ob er überleben wird“, sagte einer der beiden Informanten.

Afghanische Regierungskreise gingen weiter. Ihnen zufolge ist Mansur tot. Ein Informant sagte der dpa, dass Mansur in ein Krankenhaus in Quetta eingeliefert wurde, wo er in der Nacht gestorben sei. Während der Auseinandersetzung seien mindestens sechs weitere Männer getötet worden, darunter ein Leibwächter Mansurs.

Der Sprecher der afghanischen Taliban, Zabiullah Mujahed, wies dies gegenüber der dpa jedoch zurück. „Mullah Mansur war nicht in Kuchlak. Es gibt keine Streitigkeiten unter Taliban. Und seine Leibwächter sind nicht so schwach, dass sie ihn nicht beschützen könnten“, sagte er.

Mullah Mansur hatte im Sommer offiziell die Nachfolge des langjährigen Talibanführers Mullah Omar angetreten. Gerade begonnene Friedensgespräche mit der afghanischen Regierung, die von der pakistanischen Regierung unterstützt werden, mussten wegen interner Machtkämpfe abgebrochen werden. Am vergangenen Dienstag hatten der afghanische Präsident Aschraf Ghani und der pakistanische Ministerpräsident Nawaz Scharif während Pariser Klimakonferenz die Wiederaufnahme der Gespräche beschlossen.

dpa

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